Trotz Negativ-Rendite Erster Grüner Pfandbrief der Nord/LB vierfach überzeichnet

Die Zentrale der Nord/LB in Hannover

Die Zentrale der Nord/LB in Hannover: Die Landesbank platzierte nun erstmals einen grünen Pfandbrief Foto: Imago Images / Westend61

Ihren ersten Grünen Pfandbrief hat die Nord/LB herausgegeben. Die Benchmark-Anleihe mit einem Volumen von 500 Millionen Euro hat eine Laufzeit von 5 Jahren und wird voraussichtlich ein Moody’s-Rating von Aa1 aufweisen. Über einen Deckungsstock mit Immobilienkrediten ist der Pfandbrief abgesichert.

Die Landesbank bietet institutionellen Investoren damit die Gelegenheit, in ein nach strengen Kriterien definiertes „grünes“ Produkt zu investieren, das gleichzeitig mit einer hohen Bonitätsnote versehen ist. Die über die Emission eingeworbenen Mittel werden ausschließlich für ökologisch nachhaltige Finanzierungen verwendet. Finanziert werden besonders energieeffiziente Gebäude, sogenannte Green Buildings.


Mindestens einmal jährlich wird ein Reporting erstellt, in dem unter anderem die Einsparung an CO2-Emissionen pro investierter Millionen Euro veröffentlicht werden. Bereits im Jahr 2017 hatte die damalige Konzern­tochter Deutsche Hypo einen Grünen Pfandbrief emittiert. Dabei handelte es sich um die weltweit zweite Emission eines grünen Hypothekenpfandbriefs überhaupt.

Der Grüne Pfandbrief wurde primär an institu­tionelle Investoren in Europa und Asien ausgegeben. Der Kupon beträgt 0,01 Prozent, die Rendite beläuft sich auf minus 0,305 Prozent, was einem Abschlag zur Swapmitte von einem Basispunkt entspricht. Das Orderbuch war mit 2,2 Milliarden Euro mehr als vierfach überzeichnet. Die gedeckte Anleihe folgt den Kriterien der Marke „Grüner Pfandbrief“, die vom Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) unter Mitgestaltung durch die Nord/LB entwickelt wurde.