Ersatz für Anleihen Gesundheitsimmobilien liefern krisensichere Cashflows

Joseph H. Schrull III: Der steigende Bedarf nach ärztlicher Versorgung und adäquaten Wohnformen im Alter ist Jahrzehnte im Voraus absehbar.

Joseph H. Schrull III: Der steigende Bedarf nach ärztlicher Versorgung und adäquaten Wohnformen im Alter ist Jahrzehnte im Voraus absehbar. Foto: Belgreen Capital

Bonds beziehungsweise Anleihen sollten an erster Stelle Sicherheit durch einen bonitätsstarken Emittenten bieten. Das gilt etwa für Anleihen ausgewählter Staaten oder supranationaler Einrichtungen – wenn der Emittent eine gute Bonität hat und als insolvenzsicher gilt. An zweiter Stelle kommt eine feste Verzinsung über eine bestimmte Laufzeit mit quasi garantierter Rückzahlung. Das sind zwei Sicherheitsaspekte, wenn man Anleihen kauft.

Bei Immobilienanlagen ist die Sache nicht ganz so einfach. Und es lohnt sich, den Bereich „Healthcare Real Estate“ als neue Immobilien-Asset-Klasse unter diesen Aspekten in seinen verschiedenen Ausprägungen näher zu betrachten. Schließlich erzeugen Gesundheitsimmobilien über lange Vertragslaufzeiten hinweg krisensichere Cashflows, was sich auch in der Corona-Krise zeigt. 

Was sind Gesundheitsimmobilien?

Gesundheitsimmobilien beherbergen im weitesten Sinne Anbieter medizinischer Dienstleistungen, etwa mit ärztlichem Schwerpunkt. Gleichwohl kann aber auch eine wohnwirtschaftliche Nutzung im Vordergrund stehen. Die medizinischen Dienstleistungen unterscheiden sich auch dahingehend, ob sie stationär oder ambulant erbracht werden. Die Nutzer aus dem Gesundheitsbereich schließen langfristige, gewerbliche Mietverträge ab. Dabei geht es beispielsweise um Praxis- und Behandlungsräume, Verkaufsflächen für Medizinprodukte, Büroflächen für eine Krankenkasse oder Wohn- und Gewerbeflächen für Betreiber einer Tagespflege verbunden mit seniorengerechten Wohnformen. 

Ambulante Versorgung über Ärztehäuser, Gesundheitszentren, Tageskliniken