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Biotechnologie Erkennbare Dynamik abseits von COVID-19

Dr. Daniel Koller, Head Investment Management Team BB Biotech bei Bellevue Asset Management

Dr. Daniel Koller, Head Investment Management Team BB Biotech bei Bellevue Asset Management Foto: Bellevue Asset Management

Die Entwicklung des Biotechsektors war 2021 sehr volatil – geprägt von der Ausbreitung weiterer COVID-19-Varianten und der damit verbundenen Bereitstellung von Booster-Impfstoffen, therapeutischen Antikörpern und zuletzt neuer antiviraler Medikamente. Gleichzeitig schreitet die Entwicklung neuer Behandlungen, wie etwa genetische, zell- und RNA-basierte Therapien, mit grossen Schritten voran. Eine Entwicklung, die die Therapiemöglichkeiten für schwerwiegende und chronische Krankheiten in den kommenden Jahren verbessern wird. Zudem hat die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA im letzten Jahr eine beeindruckende Anzahl an Präparaten zugelassen, darunter insgesamt 50 Arzneimittel und 10 Biopharmazeutika (Impfstoffe, Blut und- Zellprodukte). Ausserdem erhielten zahlreiche diagnostische Tests, Impfstoffe gegen COVID-19 sowie mehrere andere Wirkstoffe im Jahresverlauf von der FDA die Notfallzulassung (EUA). Insgesamt also eine gute Ausgangslage für 2022.

 

Das neue Jahr bietet zahlreiche Chancen für Biotechunternehmen. Da das Ende der Pandemie noch nicht absehbar ist, dürften die weltweiten Impf- und Booster-Kampagnen fortgeführt werden. Die Impfstoff- und Arzneimittelhersteller haben ihre schnelle Anpassungs- und Reaktionsfähigkeit bereits unter Beweis gestellt. Unternehmen wie Moderna werden daher voraussichtlich auch weiterhin sehr rasch auf aktuelle und künftige Virusvarianten reagieren. Den Schwerpunkt werden sie jedoch zunehmend auf längerfristige Pipeline-Strategien abseits von COVID-19 legen.

 

Das neue Jahr dürfte auch für etablierte Mid Caps und für Technologieführer in der frühen Entwicklungsphase interessant werden. Die Erfolge von Produktlancierungen wie etwa das von Argenx entwickelte Vyvgart zur Behandlung von gMG-Patienten oder Intra-Cellulars Caplyta bei bipolarer Störung sind Vorboten dieser Entwicklung. Für Unternehmen in der Entwicklungsphase dürften vor allem die Ergebnisse zahlreicher klinischer Studien entscheidend sein – insbesondere im Bereich der Onkologie.

 

Aufgrund ihrer deutlich gesunkenen Bewertungen bieten zudem viele kleine und mittelgrosse Unternehmen mit Blick auf Neubewertungen interessante Anlagechancen. So verfügen mittelgrosse Unternehmen wie beispielsweise Neurocrine, Incyte und Ionis über attraktive Produkte und Technologien. Dies könnte das Interesse neuer Anleger wecken – oder auch neuer strategischer Partner, die besagten Firmen als M&A-Ziele ins Visier nehmen. Nähere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auf unserer Website.