Engel & Völkers im Porträt Mein Haus, mein Boot, mein Flieger

Engel & Völkers im Porträt: Mein Haus, mein Boot, mein Flieger

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Die erste Villa, die Christian Völkers verkaufte, lag im Hamburger Stadtteil Rissen. „Mitten im Wald, schwer zu verkaufen, aber mit toller Architektur“, so der Vorstandsvorsitzende des  Immobilienmaklers Engel & Völkers. „Ich weiß noch genau, dass ich in der Nacht vor dem gemeinsamen Besuch beim Notar kein Auge zubekommen habe.“ Der Preis damals: 850.000 D-Mark.

1981 steigt der damals 26-Jährige in das Unternehmen seines Jugendfreundes Dirk Engel ein. Der hatte 1977 den Immobilienmakler Engel & Cie in den Hamburger Elbvororten gegründet. Doch schon 1986, nur fünf Jahre danach, nimmt die Partnerschaft ein jähes Ende: Engel bringt sich um. Eine Tragödie. „Das war eine emotional komplizierte Situation, wir waren lange befreundet.“ Doch ans Aufgeben denkt Völkers keine Sekunde. Er übernimmt Engels Anteile und ändert den Namen des Unternehmens in Engel & Völkers (E&V). „Der Name ist ein Gedenken an ihn, ebenso wie das Unternehmenslogo. Es zeigt das Haus, in dem wir 1981 mit der Maklerei begonnen haben.“

Der große Erfolg kommt erst später. Völkers: „Rein privat denke ich oft daran, wie schön es gewesen wäre, das zusammen zu machen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Dirk Engel meinen Weg mitgegangen wäre. Er wollte die lokale Maklerei, die wir bis dahin betrieben hatten. Also Ärmel hoch und verkaufen. Ich wollte standardisierte Verkaufsprozesse unter einer starken Marke, die Wachstum ermöglichen.“ Nach Engels Tod zieht sich Völkers erst einmal nach Mallorca zurück. Dort schreibt er eine Fibel, 300 Seiten auf Schreibmaschine, die die Arbeitsschritte der Makler bis ins Detail beschreibt. Die Gebrauchsanweisung, das rote Buch, ist der Schlüssel zum Erfolg des Unternehmens.