Windenergie für Facebook Europäische Versicherer entdecken Norwegen

Windkraft gewinnt in Norwegen an Bedeutung.  | © Getty Images

Windkraft gewinnt in Norwegen an Bedeutung. Foto: Getty Images

Norwegen gewinnt als Standort für Windkraftanlagen an Bedeutung. Auf Investorenseite erkunden derzeit unter anderem der Rückversicherungskonzern Munich Re und das österreichische Versicherungsunternehmen Uniqua das Land und finanzieren neue Windparks.

Die beiden Assekuradeure und ein weiterer, namentlich nicht genannter Versicherer haben nun privat platzierte Projektanleihen im niedrigen dreistelligen Euro-Millionenbetrag erworben. Sie finanzieren damit die norwegischen Windparks Skinansfjellet und Gravdal. Zuvor hatten die Asset Manager Luxcara und Munich Ergo Asset Managemet (Meag) die erstrangig besicherten Projektanleihen in Form von privat platzierten Namensschuldverschreibungen, sogenannte Project Bonds, zur Finanzierung der Windparks im windreichen Süden Norwegens initiiert und strukturiert.

Die Windparks gehören zum sogenannten Bjerkreim Cluster. Der Projekt gehört seit 2016 dem Asset Manager Luxcara und verfügt über eine Gesamtleistung von 295 Megawatt. Die drei zum Cluster zählenden Windparks sollen in diesem Jahr ans Netz gehen. Insgesamt sollen 70 Windkraftanlagen Strom produzieren, der den Bedarf von rund 55.000 Haushalten decken könnte.

Käufer des Stroms ist indessen die norwegische Dependance des Technologiekonzerns Facebook. Das US-Unternehmen hat einen langfristigen Stromabnahmevertrag unterschrieben. Das Eigenkapital für die Windparks wird von einem Erneuerbare-Energien-Fonds für institutionelle Investoren bereitgestellt, der von Luxcara beraten wird.

Dimitar Lambrev, Senior Portfolio Manager der Uniqa, begründet das Fremdkapitalinvestment aus Sicht des langfristigen Anlegers: Für die Uniqa-Gruppe „bedeutet Nachhaltigkeit, Verantwortung in ökonomischer, gesellschaftlicher und ökologischer Hinsicht zu übernehmen. Durch die Finanzierung des Projekts Skinansfjellet/Gravdal setzen wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie konsequent weiter fort.“