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Webinar-Zusammenfassung mit Video „Ein Trust mit globalem Wachstumsfokus“

Seit 1909 in Edinburgh beheimatet, investiert der Scottish Mortgage Investment Trust in die Wegbereiter des Fortschritts

Seit 1909 in Edinburgh beheimatet, investiert der Scottish Mortgage Investment Trust in die Wegbereiter des Fortschritts: Kostengünstig, global und langfristig. Bildquelle: Edelstoff Media GmbH

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Der Scottish Mortgage Investment Trust gehört zu den ältesten und zugleich ungewöhnlichsten Investmentvehikeln am Markt. Seit über 115 Jahren investiert er unter dem Management der schottischen Fondsgesellschaft Baillie Gifford in globale Wachstumsunternehmen – sowohl börsennotierte als auch private. Ein Webinar mit David Gaschik und Portfoliomanager Hamish Maxwell zeigt, wie der Trust strukturiert ist, welche Rolle private Märkte spielen und warum er heute als liquide Zugangslösung zu langfristigen Wachstumsthemen gilt 

Der Scottish Mortgage Investment Trust – Struktur, Philosophie und Investmentansatz 

Der Scottish Mortgage Investment Trust ist eines der traditionsreichsten börsennotierten Investmentvehikel Großbritanniens. Gegründet 1909, wird er bis heute von Baillie Gifford in Edinburgh gemanagt. In Deutschland ist der Trust trotz seiner Größe und seiner langen Historie vergleichsweise wenig bekannt. Das Webinar mit David Gaschik und Hamish Maxwell gibt einen systematischen Überblick über Funktionsweise, Philosophie und Portfolioaufbau. 

1. Struktur und Funktionsweise eines Investment Trusts 

Ein Investment Trust ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft, die ein Anlageportfolio verwaltet. Anleger erwerben Aktien dieser Gesellschaft und werden damit Miteigentümer. Der Scottish Mortgage Investment Trust ist im FTSE 100 gelistet und verfügt über eine Marktkapitalisierung von rund 17 Milliarden Euro. 

Die wichtigsten strukturellen Merkmale: 

  • Closed-End-Struktur: Kapital ist dauerhaft gebunden, es gibt keine täglichen Mittelabflüsse. 
  • Börsennotierung: Anleger können Aktien jederzeit kaufen oder verkaufen. 
  • Mandat: Baillie Gifford übernimmt das Portfolio-Management. 
  • Private-Equity-Quote: Bis zu 30 Prozent des Vermögens können in private Unternehmen investiert werden. 
  • Geringe Kosten: Die laufenden Kosten liegen bei 31 Basispunkten. 

Der Trust ist formal kein Fonds, sondern eine eigenständige Gesellschaft. Seine Verwaltungsstruktur erlaubt eine langfristigere Kapitalallokation als klassische offene Fondsvehikel. 

2. Rolle von Baillie Gifford 

Baillie Gifford ist ein seit 1908 bestehender unabhängiger Investmentmanager mit Sitz in Edinburgh. Das Unternehmen besitzt rund 240 Milliarden Euro Assets under Management und ist als Partnerschaft organisiert. Der Schwerpunkt liegt seit jeher auf langfristigen Wachstumsstrategien. 

Das Verhältnis zum Trust ist klar getrennt: 
Der Scottish Mortgage Investment Trust gehört seinen Aktionären und wird vom Board beaufsichtigt. Baillie Gifford fungiert als externer Manager mit einem Mandat, das Portfolio gemäß der festgelegten Anlagestrategie zu führen. 

 

 

3. Anlagephilosophie: Fokus auf globale Wachstumsunternehmen 

Hamish Maxwell beschreibt die Philosophie des Trusts als klar fokussiert auf Unternehmen mit überdurchschnittlichem langfristigen Wachstumspotenzial. Die Grundannahme lautet: Nur wenige Unternehmen tragen maßgeblich zur globalen Vermögensbildung bei. 

Die Philosophie in Stichpunkten: 

  1. Identifikation von Outlier-Unternehmen: Firmen mit strukturellem Wachstumspotenzial über viele Jahre. 
  2. Langfristiger Anlagehorizont: Haltedauer von zehn Jahren und länger ist üblich. 
  3. Konzentrierte Portfolios: 50–100 Positionen, Gewichtungen nach Überzeugung, nicht nach Benchmark. 
  4. Integration privater Unternehmen: Da viele Wachstumsphasen heute vor dem Börsengang stattfinden. 
  5. Qualitative Analyse: Kultur, Führung, Geschäftsmodell und Skalierbarkeit stehen im Zentrum. 

Der Trust versteht sich nicht als Technologiefonds, sondern als globaler Wachstumsinvestor. Der Sektoranteil Technologie ergibt sich als Folge der Wachstumsschwerpunkte vieler großer Unternehmen, nicht aufgrund einer strategischen Sektorallokation. 

4. Der wachsende Anteil privater Unternehmen 

Ein wesentlicher Unterschied zu klassischen Fonds ist die Möglichkeit, bis zu einem Drittel des Portfolios in private Unternehmen zu investieren. Der Trust hält derzeit rund 27 Prozent in diesem Segment. 

Die Gründe: 

  • Unternehmen bleiben durchschnittlich länger privat. 
  • Ein großer Teil der Wertschöpfung findet vor dem Börsengang statt. 
  • Der Trust kann Kapital langfristig bereitstellen, weil er keine Mittelabflüsse managen muss. 
  • Baillie Gifford gilt bei vielen Gründern als präferierter Partner mit langfristiger Orientierung. 

Beispiele für private Beteiligungen: 

  • SpaceX 
  • ByteDance 
  • Stripe 
  • Databricks 
  • Revolut 
  • Anthropic 

Diese Unternehmen wären vielen traditionellen Publikumsfonds nicht zugänglich. 

5. Portfoliostruktur und Risikomanagement 

Maxwell erläutert, dass das Portfolio bewusst konzentriert gehalten wird. Die größten Positionen umfassen zusammen rund 40 Prozent des Portfolios. Die maximale Einzelgewichtung beträgt acht Prozent. 

Grundsätze des Portfolioaufbaus: 

  • Qualitatives Research: Beurteilung der langfristigen Skalierbarkeit. 
  • Szenariobasierte Bewertung: Fokus auf 5- bis 10-Jahres-Perspektiven. 
  • Begrenzte Turnover-Rate: Durchschnittlich 10 Prozent. 
  • Klare Verkaufsdisziplin: Bei nachlassendem Wachstum, Governance-Problemen oder überdehnten Bewertungen. 
  • Gearing: moderater Fremdkapitaleinsatz von durchschnittlich etwa 10 Prozent. 

Im Risikoverständnis des Trusts steht der potenzielle dauerhafte Kapitalverlust im Mittelpunkt – nicht kurzfristige Volatilität. Entsprechend wird nicht taktisch gehedgt. 

6. 2022 und der Umgang mit Marktphasen 

Das Jahr 2022 war für Wachstumsinvestoren herausfordernd. Stark steigende Zinsen belasteten Unternehmensbewertungen mit langen Cashflow-Profilen. Auch der Scottish Mortgage Investment Trust hatte deutliche Rückgänge. 

Maxwell ordnet dies nüchtern ein: 

  • Die langfristigen Fundamentaldaten der Kernbeteiligungen blieben stabil. 
  • Die Ertrags- und Umsatzentwicklung vieler Portfoliounternehmen zeigt weiterhin strukturelles Wachstum. 
  • Die closed-end-Struktur erlaubt es, Positionen unabhängig von kurzfristigen Marktbewegungen zu halten.

Dieses langfristige Vorgehen ist charakteristisch für die Strategie. 

7. Thematische Schwerpunkte im Portfolio 

Der Trust ist thematisch breit aufgestellt, jedoch mit klaren Schwerpunkten in globalen Strukturtrends: 

Technologie & KI 

Unternehmen wie Nvidia, ASML oder TSMC liegen im Zentrum von Fortschritten in Rechenleistung und Datenverarbeitung. 

Energie & Mobilität 

Tesla, BYD, CATL sowie Anwendungen in Robotik und autonomem Fahren. 

Digitale Geschäftsmodelle & Fintech 

Adyen, Stripe, Revolut, Nubank und andere Firmen, die Finanzstrukturen neu aufsetzen. 

Gesundheit & Biotechnologie 

Unternehmen wie Tempus oder Recursion, die Datenanalysen in medizinische Entscheidungsprozesse integrieren. 

Diese Trends versprechen aus Sicht des Trusts strukturelle Wachstumstreiber über viele Jahre. 

8. Liquidität, Kosten und Handelsfähigkeit 

Der Trust zeichnet sich durch hohe Liquidität aus: Rund 50 Millionen Euro Handelsvolumen pro Tag ermöglichen institutionellen und privaten Anlegern einen einfachen Marktzugang. Die Kostenquote von 31 Basispunkten ist für ein Vehikel mit diesem Profil niedrig. Die Dividendenpolitik ist konservativ und auf Kontinuität ausgerichtet. 

Seit Erfüllung aller deutschen regulatorischen Anforderungen darf der Trust offiziell vertrieben werden – inklusive deutscher PRIIP- und steuerlicher Dokumentation. 

9. Fazit: Ein langfristig ausgerichtetes Vehikel im Growth-Segment 

Der Scottish Mortgage Investment Trust bietet eine strukturierte, liquide und kosteneffiziente Möglichkeit, in globale Wachstumsunternehmen zu investieren – einschließlich privat gehaltener Marktführer, die klassischen Fonds verwehrt bleiben. Die Kombination aus einer über 100 Jahre alten Historie, einer klaren Wachstumsausrichtung und einer ausgeprägten Langfristorientierung macht den Trust zu einem besonderen Instrument innerhalb der internationalen Investmentlandschaft. 

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