Eigentümer der Krombacher-Brauerei Schadeberg-Familie investiert in Venture-Capital-Fonds

Bierflaschen mit bekanntem Markenzeichen: Krombacher ist eine der größten deutschen Privatbrauereien, deren Leitung in Person von Bernhard Schadeberg noch in Hand der Eigentümerfamilie liegt. | © Getty Images

Bierflaschen mit bekanntem Markenzeichen: Krombacher ist eine der größten deutschen Privatbrauereien, deren Leitung in Person von Bernhard Schadeberg noch in Hand der Eigentümerfamilie liegt. Foto: Getty Images

Christian Angermayer, deutscher Tech-Investor, hat zusammen mit Fabian Hansen Presight Capital gegründet, einen internationalen Wagniskapitalarm seines Family Office Apeiron Investment, berichtet das „Handelsblatt“. Bislang habe Angermayer nur sein eigenes Vermögen in Investitionen angelegt. Mit dem Fonds Presight Global Venture Opportunities verwalte er nun erstmals die Gelder fremder Investoren. Zu den prominenten Geldgebern gehöre etwa die Familie Schadeberg, die hinter der Brauerei Krombacher steht. Eine Gesellschaft des Schadeberg Family Office habe in den Presight-Fonds investiert, bestätigte ein Sprecher gegenüber dem „Handelsblatt“.

Weiterhin beteiligt sich auch Markus Pertl, geschäftsführender Gesellschafter der renommierten Strategieberatung Stern Stewart, wie auf Nachfrage der Zeitung bekannt gibt. Daneben nennt der Bericht mit Verweis auf Finanzkreise auch die Risikokapitalgeberin Nicole Junkermann Wallstreet- und Hedgfonds-Manager wie Mike Novogratz, James Leitner oder Moore Strategic Ventures zu den Geldgebern.

Der Presight-Fonds habe ein Volumen von 80 Millionen US-Dollar, was 30 Millionen über dem ursprünglichen Ziel liege. Die offizielle Zeichnungsphase war Finanzkreisen zufolge schon nach zwei Wochen beendet. Ein Viertel der Summe habe Angermayer selbst gegeben. Der Investitionsfokus des Fonds soll sich vor allem auf die USA beziehen, wahlweise aber auch in Asien und Europa. Der Schwerpunkt soll auf Frühphasenfinanzierungen liegen, heißt es weiter. „Einen thematischen Schwerpunkt gibt es nicht“, sagt Angermayer dem „Handelsblatt“ „Wir wollen mit unseren Investitionen breit den Querschnitt der Themen abbilden, die gerade in den USA finanziert werden.“