Ehrgeizige Ziele Deutsche Bank will in die Top 5 der Wealth Manager aufrücken

Nach dem Umbau ist vor den großen Zielen: Das Wealth Management der Deutschen Bank soll in die Top 5 der größten Vermögensverwalter aufsteigen | © Getty Images

Nach dem Umbau ist vor den großen Zielen: Das Wealth Management der Deutschen Bank soll in die Top 5 der größten Vermögensverwalter aufsteigen Foto: Getty Images

Die Deutsche Bank soll in den nächsten Jahren unter die fünf weltweit größten Vermögensverwaltern aufsteigen. Das hat Fabrizio Campelli, der die Betreuung der wohlhabenden Privatkunden der Deutschen Bank leitet, in einer Mitteilung an die Mitarbeiter verkündet. Dazu werde die Bank in den Geschäftsbereich Wealth Management investieren, um gegen die immer härteren Vorgaben der Regulierer und die chronischen Niedrigzinsen zu kämpfen.

Derzeit zählt sich das Unternehmen zu den größten zehn Vermögensverwaltern der Welt. Scorpio Partnership, eine Londoner Beratungsfirma, sieht die Deutsche Bank derzeit aber noch auf Platz 12 der größten Vermögensverwalter.

Das Ziel von Campelli passt zum Umbau, den Deutsche Bank-Chef John Cryan angekündigt hatte. Die Sparten Investmentbanking und Vermögensverwaltung wurden im vergangenen Jahr jeweils aufgeteilt und bekamen Vorstandsrang. Die Betreuung der wohlhabenden Privatkunden erfolgt künftig aus einer eigenständigen Einheit heraus.

Aufgeteilt in vier Regionen

Die Vermögensverwaltung der Deutschen Bank wird in vier Regionen aufgeteilt, wie aus dem Memo hervorgeht. Joachim Häger wird für Deutschland zuständig sein, Marco Bizzozero für den Rest Europas, den Nahen Osten und Afrika, Chip Packard wird den Bereich in Nord- und Südamerika leiten und Ravi Raju in der Region Asien-Pazifik.

Derzeit ist das Institut der am schlechtesten bewertete globale Vermögensverwalter: Ende 2015 wurde die Deutsche Bank an der Börse nur noch mit gut der Hälfte ihres Buchwerts gehandelt.