Echtgeldtest 11 von 20 Robo-Advisors schlagen im Corona-Crash die Benchmarks

Rote Zahlen auf einem Tablet-Bildschirm: Unbeschadet kam kein Robo-Advisor durch den Corona-Crash, dennoch fingen eine Portfolios im Echtgeldtest den Absturz besser ab als andere.

Rote Zahlen auf einem Tablet-Bildschirm: Unbeschadet kam kein Robo-Advisor durch den Corona-Crash, dennoch fingen eine Portfolios im Echtgeldtest den Absturz besser ab als andere. Foto: imago images / Panthermedia

Trotz flächendeckend massiver Verluste in der Corona-Krise schneidet mehr als die Hälfte der Robo-Advisors im Echtgeldtest des Online-Portals Brokervergleich.de“ besser ab als die Benchmarks: 11 von 20 Portfolios der digitalen Geldverwalter schafften es, im Zeitraum vom 19. Februar bis 16. März 2020 die Benchmark I, einer Kombination aus 50 Prozent MSCI World und 50 Prozent Barclays Aggregate Bonds (-17,8 Prozent), zu schlagen. Auch gegenüber der Benchmark II, ein Portfolio nach Kommer-Strategie (-22,8 Pozent), ließen diese elf Anbieter hinter sich.

Bilanz im Corona-Crash vom 20.2.2020 bis 16.3.2020

Robo-Advisor Performance (in Prozent)
Cominvest -12,1
Kapilendo -13,2
WMD Capital -15,1
Soidvest -15,3
Warburg Navigator -16,1
Easyfolio -16,6
Visualvest -16,8
Bevestor -16,9
Growney -16,9
Zeedin -17,4
Weltinvest -17,6
Investify -18,3
Pixit -18,5
Fintego -18,7
Quirion -19,3
Sutor Bank -19,4
Whitebox -20,2
Robin -20.3
Ginmon -21,6
Scalable Capital -27,6
 Quelle: Brokervergleich.de

Die geringsten Verluste erfuhr mit -12,1 Prozent Cominvest, der Robo-Advisor der Direktbank Comdirect. Vergleichsweise gut hielten sich auch Kapilendo mit -13,2 Prozent sowie WMD Capital und Solidvest mit -15,1 und -15,3 Prozent. Den größten Rückschlag erlitt Scalable Capital mit -27,6 Prozent.

In den Portfolios gab es der Analyse zufolge bis zum 9. März kaum auffällige Aktivitäten im Vergleich zu den Vormonaten. Ausnahmen waren Solidvest, Warburg Navigator, Investify, Scalable Capital, Robin und Zeedin. Diese fünf Anbieter haben im Untersuchungszeitraum insgesamt mehr als 20 Prozent des Portfoliowerts umgeschichtet.

So erhöhte beispielsweise Solidvest den Cash-Anteil von 8,6 auf 16,8 Prozent. Bei investify kam es zu 19 Käufen und 22 Verkäufen. Insgesamt gerieten 53,7 Prozent des Depotvolumens in Bewegung. Der Warburg Navigator hat wie Solidvest den Cash-Anteil erhöht – von 1 Prozent auf mehr 7 Prozent.

Scalable Capital schließlich verringerte den Aktien-Anteil vom 12. Februar. bis 18 März von 73,9 auf 50,7 Prozent, den Anleihen-Anteil von 14,6 auf 23,7 Prozent. Zugleich erhöhte der digitale Vermögensverwalter den Cash-Anteil von 0,5 auf 17,4 Prozent.