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Chinesische Aktien Drei Themen stehen bei China-Investitionen jetzt im Fokus

Chinesische Trommlerinnen bei den Olympischen Spielen

Chinesische Trommlerinnen bei den Olympischen Spielen: In der Geldpolitik schlägt China sanftere Töne an – und lockt damit Investoren. Foto: Image Images / ANE Edition

Tracy Chen, Brandywine Global

Auf Chinas jährlicher Wirtschaftskonferenz, die zuletzt im Dezember 2021 stattfand, gab es ein zentrales Thema: Die Stabilisierung des Wachstums der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. Was bedeutet das für Anleger?

Zunächst: Hinsichtlich der Intentionen der chinesischen Machthaber sollten wir uns nichts vormachen lassen: Der Regulierungsfuror ist aus purer Not geboren und unterstreicht den autoritären Führungsanspruch. Hoffnung macht immerhin, dass die Entscheidungsträger in bisher ungewohnter Offenheit die enormen Herausforderungen benennen, die dem Land bevorstehen. Vor allem die nachlassende Exportdynamik und die schwierige Lage am Immobilienmarkt gibt Anlass zur Sorge.

Immobilienmarkt, Pandemie und US-Geldpolitik bestimmen den Kurs Chinas

Auch wenn bei Evergrande, Chinas größtem Immobilienentwickler, durch jüngste staatliche Maßnahmen das Schlimmste abgewendet werden konnte, droht weiterhin eine umfassende Insolvenzwelle im Immobiliensektor, die dann wieder nur durch ein beherztes Eingreifen der Regierung verhindert werden kann. Weitere Einflussfaktoren für die künftige wirtschaftspolitische Strategie Chinas sind die anhaltende Pandemie und nicht zuletzt die sich abzeichnende Normalisierung der Fed-Politik.

Drei Themen sind für Anleger von besonderem Interesse

Ungeachtet der Risiken bieten sich für Anleger Chancen. Die Regierung setzt ab sofort auf „fairen“ Wettbewerb: Unter anderem will sie die Antimonopol-Kampagne verstärken, den Schutz der Rechte des geistigen Eigentums verbessern und Unternehmen als Treiber von Innovation unterstützen. Vor allem die Bedingungen für Investitionen in den Bereichen Wohnungsbau, Internet und Bildung sollen durch eine geplante Strukturreform optimiert werden. Ziel ist es, das Wirtschaftswachstum und das Vertrauen der Marktteilnehmer zu stärken. Drei Themen sind in diesem Kontext unserer Meinung nach für Investoren besonders interessant: Die Regierung will die Industrie 4.0, technologische Innovationen und das Thema Nachhaltigkeit vorantreiben.

Wie China Stabilität und Wachstum erreichen will

Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung auf Stabilität und Wachstum können Investoren zunächst mit einer wenn auch zunächst bescheidenen Lockerung der Verflechtungen von Staat und Unternehmen rechnen. Auf diese Weise will die Regierung die private Wirtschaft beflügeln und langfristig stabilisieren. Entscheidungsträger auf Regierungsebene und in den Behörden sind ab sofort verpflichtet, den Weg hin zu einem in Teilen der Wirtschaft marktwirtschaftlicheren Kurs mit der Lockerung von Restriktionen zu unterstützen. Gleichzeitig will Peking den sozialen Wohnungsbau fördern, während die zuletzt verschärften Vorschriften für die Immobilienfinanzierung bestehen bleiben. Mithilfe einer flankierenden Finanzpolitik plant die Regierung zudem Steuer- und Abgabensenkungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Gleichzeitig werden innovative und nachhaltig orientierte Unternehmen durch den Zugang zu günstigen Krediten stärker unterstützt.

Chinas Regierung gibt ein moderateres Tempo bei der Dekarbonisierung vor, um das angestrebte Wirtschaftswachstum nicht den grünen Zielen zu opfern. So sollen einerseits Anreize für Investitionen in erneuerbare Energien geschaffen werden, andererseits ist die konventionelle Stromerzeugung für eine zuverlässige Energieversorgung unverzichtbar. So strebt die Regierung unter anderem eine sauberere und effizientere Nutzung von Kohle an. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Technologien, die für eine kombinierte Nutzung von Kohle und erneuerbaren Energien ausgelegt sind. Innovative Unternehmen der Umweltbranche sind mit Lösungen gefragt.

Das neue Ziel für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird auf dem in wenigen Wochen stattfindenden Nationalen Volkskongress bekannt gegeben. Das BIP-Plus soll wahrscheinlich zwischen 5 und 6 Prozent liegen. Weil jedoch mit dem 20. Parteitag im Herbst das wichtigste Ereignis für die Kommunistische Partei in diesem Jahr bevorsteht, dürfte Xi Jinping die bis dahin verbleibende Zeit nutzen, um sich mit seinen Verdiensten um die Wirtschaft eine dritte fünfjährige Amtszeit als Parteichef zu sichern.

Gut möglich, dass das anvisierte BIP-Ziel übertroffen wird. Angesichts des Strebens nach Wachstum und aufgrund der lockeren Geldpolitik sind wir der Ansicht, dass Chinas Zinsen die Talsohle bereits erreicht haben und Anfang 2022 wieder steigen könnten. Kurzfristige Risiken für das Wachstum sind allerdings nach wie vor vorhanden: Fassen Evergrande und andere in Schwierigkeiten geratene Bauunternehmen wieder Tritt?

Risiken für das chinesische Wirtschaftswachstum

Nach dem Yin-Yang-Prinzip sollten Anleger auch die Risiken, die jetzt bei Investitionen in China drohen, im Blick behalten:

  • Die Pandemie kann immer noch verheerende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben, sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite. Hier stellt Chinas Null-Covid-19-Politik nach wie vor das größte Risiko für die chinesische Wirtschaft dar. Sollte die Omikron-Variante in China um sich greifen, sind neue massive Lockdowns zu erwarten. Zwar stehen inzwischen ausreichend Impfstoffe und neue Behandlungsmethoden zur Verfügung, doch neue Virus-Varianten sind wahrscheinlich, die den künftigen Weg des Wirtschaftswachstums bestimmen.
  • Politische Fehler: Die Immobilienkrise offenbart, dass das Debakel dieses Sektors sowohl zyklisch als auch strukturell bedingt ist. Das Land ist sowohl mit einer sinkenden Nachfrage aufgrund der alternden Bevölkerung als auch mit einer immensen privaten und staatlichen Verschuldung konfrontiert. Daher sind der Politik die Hände gebunden und die Verantwortlichen könnten zu falschen Entscheidungen neigen.
  • Weitere Risiken: Auch wenn China einen grundsätzlich anderen Weg in seiner Wirtschaftspolitik einschlägt als die USA, so stellen sich die Fragen: Ist Chinas Politikwechsel radikal genug? Oder kommt er sogar zu spät, um den wirtschaftlichen Abschwung aufzuhalten? Investoren sollten wissen: Chinas politische Führung ist mehr denn je auf das Wohlwollen und das Engagement ausländischer Investoren angewiesen. Wie die chinesische Führung mit diesen Ressourcen umgeht, werden sich die Anleger genau ansehen: Gemessen wird China nicht nur an seinen wirtschaftlichen Ausblicken und Zielen, sondern vor allem an deren Umsetzung.

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Wichtige rechtliche Hinweise:

Dies ist eine Marketingmitteilung. Bitte lesen Sie den Verkaufsprospekt und das KIID, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Alle Investitionen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des möglichen Verlusts des Kapitals.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei diesem Dokument um allgemeine Werbeinformationen handelt und nicht um eine vollständige Darstellung oder Finanzanalyse eines bestimmten Marktes, einer bestimmten Branche, eines bestimmten Wertpapiers oder eines oder mehrerer aufgelisteter Investmentfonds. Franklin Templeton Investments veröffentlicht nur produktbezogene Informationen und gibt keine Anlageempfehlungen.