Bis 2030 Donner & Reuschel will mehr als jede zehnte Stelle abbauen

Horst Schmidt wechselt zu Donner & Reuschel: Er folgt auf den langjährigen Vorstandssprecher Marcus Vitt.

Horst Schmidt Vorstandssprecher von Donner & Reuschel: „Wir tanzen als kleine Institution auf zu vielen Hochzeiten." Bildquelle: Donner & Reuschel

Das Bankhaus Donner & Reuschel schrumpft. Wie Vorstandssprecher Horst Schmidt der Börsen-Zeitung sagte, soll die Belegschaft in den kommenden drei bis vier Jahren von derzeit rund 570 auf etwa 500 Beschäftigte sinken – ein Abbau von gut 70 Stellen oder rund zwölf Prozent. Begleitet werden soll der Stellenabbau von Investitionen in Digitalisierung und Prozessoptimierung, für die das Institut in den kommenden zwei Jahren 15 Millionen Euro einsetzen will.

Hintergrund ist eine umfassende Neuausrichtung der Signal-Iduna-Banktochter nach einer schwierigen Phase. Die Immobilienmarktkrise im Zuge der EZB-Zinswende hatte das Institut hart getroffen: 2024 wies Donner & Reuschel einen Vorsteuerverlust von rund 18 Millionen Euro aus, nachdem eine Risikovorsorge von gut 60 Millionen Euro gebildet worden war. 2023 hatte die Signal Iduna 50 Millionen Euro in die Kapitalrücklage der Bank eingezahlt. Das mit dem Immobilieneinbruch entstandene „Loch im Boot" sei inzwischen geflickt, so Schmidt. Für 2025 stellt er ein positives Ergebnis in Aussicht.

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