Im Interesse der Anleger? Donner-und-Reuschel-Fonds fällt mit ungewöhnlicher Top-Position auf

Blick auf den geschmückten Ballindamm und die Binnenalster

Blick auf den geschmückten Ballindamm und die Binnenalster, Sitz der Privatbank Donner & Reuschel in Hamburg. Foto: Imago / Stefan Ziese

Das Fondsvermögen des globalen Aktienfonds „D&R Aktien V“ der Privatbank Donner und Reuschel ist in bekannte Titel wie Apple, Microsoft und Alphabet investiert, aber auch in Domicil Real Estate. Knapp vier Prozent des Fondsvermögens sind in das ungelistete Unternehmen investiert, das sich auf den Handel mit Wohnimmobilien in Deutschland spezialisiert hat, und damit so viel wie in keine andere Position des Fonds.

Wie kommt es zu diesem ungewöhnlichen ersten Platz? Domicil beschloss Ende Juni eine Kapitalerhöhung um 30 Millionen Euro. Platziert wurden rund einen Monat später jedoch nur 15 Millionen Euro, dank Donner und Reuschel. Problematisch dabei: Wie das Portal „Finanz-Szene“ berichtet, wurden die Anteile nicht an Family Offices oder andere institutionelle Investoren vermittelt, sondern an den eigenen Fonds.

 

 

Auf Anfrage des private banking magazins, wie es zu diesem ungewöhnlichen Deal kam, sagt eine Sprecherin der Bank: „Im Rahmen einer Kapitalerhöhung ergab sich die Möglichkeit einer Investition in das Unternehmen. Das Portfoliomanagement unserer Luxemburger Tochter hat nach Prüfung diese interessante Opportunität genutzt und in das Unternehmen investiert, welches sich auf einen Börsengang vorbereitet.“

Trotz des negativen Marktumfelds für Immobilien ist die Höhe der Position aus Sicht von Donner und Reuschel zudem gerechtfertigt, denn: „Das Unternehmen ist kein Bestandshalter von Immobilien, sondern spezialisiert auf die Einzelverwertung von großen Immobilienpaketen. Der lokale Fokus liegt vor allem auf B- und C- Städten außerhalb der großen Metropolen. Diese spezialisierte Handelstätigkeit hat im aktuellen Marktumfeld gute Erfolgschancen.“

Außerdem müssten „in der Tendenz fallende Einkaufspreise im Paket“ nicht in gleicher Höhe an Investoren weitergegeben werden. „Aus Top-Down Perspektive mit Inflationsaussichten erscheint zudem eine Tendenz zu Realinvestments mittelfristig weiter wahrscheinlich“, ergänzt die Sprecherin gegenüber unserem Magazin. Die Auswahlkriterien des Fonds seien selbstverständlich auch bei der Investition in Domicil eingehalten worden.

Auf Anfrage, ob es weitere ungelistete Unternehmen in den Fonds geschafft haben, antwortet die Sprecherin: „Der Fonds kann bis zu zehn Prozent in nicht börsennotierte Unternehmen investieren. Aktuell gibt es keine weiteren Investments in diesem Segment, da der Fonds noch recht jung ist und vergleichbare Opportunitäten eher selten.“

Die vollständige Geschichte können Sie hier nachlesen.