Discount-Zertifikate „In schwierigen Marktlagen sind Zertifikate weniger schwankungsanfällig“

 Christian Köker, Zertifikate-Experte bei HSBC

Christian Köker, Zertifikate-Experte bei HSBC

„Best For Finance 2018 – Kompetenz kompakt“ hieß die Roadshow im Zusammenschluss von sechs Banken und Asset Managern, die im März durch Deutschland tourte. Eingeladen hatten Allianz Global Investors, BlackRock, Carmignac, Columbia Threadneedle, HSBC und M&G. Die letzte Station fand in Hamburg statt: In einem Hotel oberhalb der Landungsbrücken mit majestätischem Blick auf Hafen und Elbphilharmonie wollten mehr als einhundert Berater und Vermögensverwalter wissen, wie sie ihre Arbeit im Dienst der Kunden noch besser machen können.

Christian Köker, Zertifikate-Experte bei HSBC, gab Antworten und warb für den Einsatz von Discount-Zertifikaten. „Angesichts der wieder zunehmenden Volatilität, die so hoch ist wie seit 18 Monaten nicht mehr, entsteht ein sinnvolles Umfeld für Anlagezertifikate“, erläuterte Köker. Vor allem Discount-Zertifikate seien in den vergangenen Jahren vorrangig gehandelt worden, dieser Trend dürfte sich fortsetzen, so Köker (vgl. Grafik, Quelle: HSBC).

HSBC hält Spitzenplatz

Tatsächlich beliefen sich die mit Discount-Zertifikaten über alle Emittenten hinweg erzielten Umsätze im Februar des laufenden Jahres auf rund 650 Millionen Euro. Die HSBC ist dabei der bevorzugte Emittent bei den Zertifikate-Anlegern: Mit einem Umsatz von mehr als 105 Millionen Euro und einem Marktanteil von mehr als 16 Prozent belegte der Anbieter unter allen Wettbewerbern im Februar deutschlandweit den zweiten Platz.

Warum sind Discount-Zertifikate so beliebt? Köker nannte drei Vorzüge: „Zum einen lässt sich an der Kursentwicklung des Basiswerts mit Preisabschlag (Discount) im Vergleich zur Direktanlage partizipieren. Zum anderen kann der Discount bereits bei Seitwärtsbewegungen des Basiswerts zu einer positiven Rendite führen. Und nicht zuletzt sind Discount-Zertifikate deutlich weniger schwankungsanfällig.“

Köker zufolge wollen Anleger morgens nicht mit einem Depotplus von 20 Prozent aufwachen, um am nächsten Morgen über ein Minus von 15 Prozent zu erschrecken. „Zertifikate sichern ab“, brachte er den Nutzen der Produkte auf den Punkt.

In diesem Zusammenhang verwies Köker auf eine Studie der Deutschen Bank zu Discount-Zertifikaten. Untersucht wurde die Performance von 130.000 Discountern im Zeitraum zwischen 1999 und 2016. Dabei zeigte sich: 58,6 Prozent der untersuchten Discounter haben ihren Basiswert geschlagen. 77,4 Prozent wiesen eine positive Performance auf. 19,6 Prozent erzielten eine positive Rendite, obwohl sich das Underlying negativ entwickelte. Und 57,9 Prozent aller Discounter erzielten ihre maximal mögliche Rendite.

Emissionstool erlaubt schnelle Reaktion in jeder Marktlage

Viele Anleger fragen sich: Wie lässt sich je nach Marktposition mit Zertifikaten schnell reagieren? Köker erläuterte in diesem Zusammenhang das kostenfreie „HSBC-Emissionstool“, das Berater im Beisein ihrer Kunden nutzen können. So kann gemeinsam mit dem Kunden das gewünschte Produkt entwickelt werden. Beim HSBC-Emissionstool lässt sich nicht nur auf den Tag genau das Fälligkeitsdatum einstellen, etwa der Geburtstag des Kunden, sondern auch Vergleiche mit den Discount-Zertifikaten von Mitbewerbern sind möglich. Will der Kunde mehr Rendite oder lieber mehr Sicherheit? Der Kunde hat die Wahl. Köker: „Innerhalb von 15 Minuten kann das zusammen mit dem Kunden erstellte Zertifikat an der Börse gehandelt werden, etwa am Börsenplatz Frankfurt.“ Auch für das Basisinformationsblatt ist gesorgt: Es wird innerhalb weniger Minuten erstellt und kann dann ausgedruckt oder per Mail an den Kunden verschickt werden.

Nicht zuletzt können mit dem Emissionstool, das Berater einfach per Internetzugang nutzen können, auch die emittierten Zertifikate anderer Nutzer angeschaut werden. So lässt sich zusammen mit dem Kunden zum Beispiel abgleichen, wie hoch die Provisionen anderer Zertifikate-Anbieter im Vergleich zur HSBC ausfallen. „Quasi der Blick in Nachbars Garten“, schloss Köker seinen Vortrag.