Digitalstrategie der UBS „Das Hybridmodell ist für uns der Weg in die Zukunft“

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Inwiefern kommen Eigenprodukte der UBS dabei zum Zuge?

Malitius: Eigenprodukte von UBS sind bei den Aktienindexfonds und Hedgefonds im Einsatz. Die passiven Aktienfonds wurden extra für die Acces-Lösungen von UBS Asset Management aufgelegt, um währungsgesichert in verschiedene Länder und Regionen investieren zu können. Der Anteil der Eigenprodukte beläuft sich beim defensiven Mandat auf rund 30 Prozent, beim mittleren auf rund 50 Prozent und beim dynamischen Mandat auf rund 70 Prozent des Portfolios. Neben den erwähnten passiven, währungsgesicherten Indexfonds beinhaltet dies den aktiven Hedgefonds-Anteil.

Warum eigentlich Hedgefonds?

Malitius: Aus Sicht der Portfoliokonstruktion bieten Hedgefonds, aufgrund der schwachen Korrelation zu den Aktien- und Anleihenmärkten, Diversifikation. Um das Risiko einzelner Manager niedrig zu halten, ist die Hedgefonds-Allokation selbst über verschiedene Manager und Anlagestile breit diversifiziert. Jedem Kunden steht es allerdings frei, ob er Hedgefonds zur Diversifizierung nutzen möchte oder nicht.

Auf welche Risiken setzt das System den Fokus?

Malitius: Der Investmentprozess des Systematic Allocation Portfolios steuert das Hauptrisiko eines diversifizierten Portfolios: das Aktienmarktrisiko. Eine Analyse der vergangenen Jahrzehnte zeigt, dass schon ein Portfolio mit 40 Prozent Aktienanteil zu 90 Prozent durch Aktienmarktrisiken dominiert wird. Mit der Steuerung der Aktienquote packt die Strategie das Hauptrisiko eines diversifizierten Portfolios sozusagen an der Wurzel. Historische Analysen und die Erfahrungen seit Lancierung des Mandats seit Anfang 2015 zeigen, dass durch aktive Steuerung des Aktienanteils, die Schwankungsbreite des Portfolios reduziert und die maximalen Verluste in einer Krise mehr als halbiert werden können. Durch diese Verlustreduzierung und die Übergewichtung des Aktienanteils in vorteilhaften Perioden wird zusätzlich eine Überrendite gegenüber einem statischen Mandat ohne aktive Steuerung der Aktienquote erzielt.



Über die Interviewten:
Ramin Fatemieh verantwortet bei der UBS Europe die Marktkoordination im Wealth Management Deutschland und Österreich. Auf diesem Posten ist er für die Transformation der UBS in Deutschland und die Einführung neuer Geschäfts- und Service-Modelle zuständig. Zudem ist Fatemieh Mitglied im Management-Komitee Wealth Management Deutschland und Österreich. Für die UBS-Gruppe ist er bereits seit 2009 tätig.

Oliver Malitius ist Leiter für quantitative Strategien innerhalb des CIO Investment Office der UBS. Mit seinem Team entwickelt er Modelle zur Unterstützung der taktischen Anlageentscheidungen sowie quantitative Anlage- und Portfoliokonzepte. Die taktischen Modelle sind integraler Bestandteil für den sogenannten UBS House View und Entscheidungen des globalen Investment-Komitees der UBS.

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