Digitale Wertpapiere Ein neues Medium für die Mittelstandsfinanzierung

Seite 3 / 3

Ausgewählte Beispiele

Am Markt haben bereits erste Mittelständler von der neuen Finanzierungsmöglichkeit über digitale Wertpapiere Gebrauch gemacht. Der Karlsruher Sport-Club möchte noch im April eine digitale Aktienemission durchführen, um teure Altdarlehen abzulösen und sich finanziell breiter zu diversifizieren. Auch die Restaurantkette L’Osteria ist diesen Weg gegangen und hat durch die Emission einer digitalen Nachranganleihe seit Dezember 2019 zirka 2,3 Millionen Euro von privaten und institutionellen Investoren eingesammelt, welche sie mit 6,25 Prozent per annum verzinst.

Ausblick

Digitale Wertpapiere erweisen sich aufgrund der angesprochenen Vorteile, als auch aufgrund bereits vorhandener Beispiele als valides Finanzierungsmittel für KMU und können diese für die Zukunft krisenfest und wettbewerbsfähig erhalten. Für Hausbanken stellt dieses neue Finanzierungsmittel nicht unbedingt Konkurrenz dar, können sie doch weiterhin bei digitalen Emissionen beraten und ihre eigenen Kreditrisiken reduzieren. Mit weiteren Emissionen ist zu rechnen. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in einem ausführlicheren Fachartikel beim Beratungshaus Deloitte. 


Über die Autoren:
Sven Buschke ist Senior-Manager bei Deloitte in der Finanzdienstleistungsbranche. Er verfügt über eine lange Projekthistorie und hat große länderübergreifende Transformationsprojekte geleitet. Zusammen mit dem Deloitte-Blockchain-Institut erarbeitet er Anwendungsbeispiele und Geschäftsmodelle im Blockchain-Umfeld für Kunden.
Amadeus Maximilian Gryger ist Consultant im Bereich Banking Operations bei Deloitte Consulting am Standort Frankfurt. Zu seinen beruflichen Schwerpunkten gehören vor allem Prozessoptimierung sowie die Analyse von neuen regulatorischen Vorgaben und deren Auswirkungen auf Finanzinstitute.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?
Danke für Ihre Bewertung
Leser bewerteten diesen Artikel durchschnittlich mit 0 Sternen