Family Offices auf Personalsuche Kompletter Wandel innerhalb eines Jahres

"Now-Hiring"-Schild vor einem Geschäft in New York

Auf Personalsuche: Family Offices suchen vor allem Investmentexperten, wenn auch deutlich diskreter. Foto: Imago /Levine Roberts

Der Einstellungsbedarf von Family Offices hat sich innerhalb eines Jahres drastisch geändert. Das ist das Ergebnis einer Analyse von Agreus, einer Personalvermittlung, die sich auf Family Offices spezialisiert hat. Argeus ist im Vereinigten Königreich, in Europa, den USA, dem Mittleren Osten und im Asien-Pazifik-Raum aktiv.

Von Januar bis März 2022 hätten Family Offices nach Investment-, Treuhand- und Rechtsexperten gesucht, wie noch nie zuvor. Agreus führt dies darauf zurück, dass sich Family Offices auf eine unsicheren Zeit mit steigenden Risiken vorbereiten wollen, einerseits auf den dennoch wachsenden Investitions- und Transaktionsappetit und gleichzeitig auf die zunehmende Regulierung.

 

 

Im Mai 2021 war laut Argeus die größte Nachfrage nach Fachkräften im Bereich Betrieb und Support zu verzeichnen. Mehr als 55 Prozent der eingehenden Anfragen für neue Positionen fielen in diese Kategorie, während 20 Prozent nach Fachkräften für Investitionen und Buchhaltung suchten. Nur fünf Prozent aller Family Offices, die sich an Agreus wandten, waren auf der Suche nach internen Treuhandexperten.

Unsicherheit weicht Investmentappetit

Ein komplett anderes Bild bot sich der Argeus-Analyse zufolge im Mai dieses Jahres. Mit knapp 30 Prozent der Anfragen, sei die Nachfrage nach Fachkräften aus dem Investmentbereich am größten. Gefolgt mit 27 Prozent von Positionen im Finanzbereich wie Buchhalter und Finanzvorständen. Elf Prozent der Anfragen entfallen auf die Suche nach internen Treuhandexperten, und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.

Während 2021 die Unsicherheit dominiert hat, geht es jetzt darum, Fachkräfte zu finden, die auf die steigene Nachfrage nach Investitionen und die  bevorstehende Regulierung reagieren können, resümiert Argeus.