Studie Diese institutionellen Investoren verwalten am meisten Vermögen

Geplante Zentrale der Bayerischen Versorgungskammer

Geplante Zentrale der Bayerischen Versorgungskammer: Der institutionelle Investor will nicht nur mit seinem neuen Hauptsitz hoch hinaus, sondern zählt auch zu den größten institutionellen Investoren der Welt. Foto: David Chipperfield

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Institutionelle Investoren gehören zu den wichtigsten Kapitalmarktteilnehmern überhaupt. Alleine an den Aktienmärkten diktieren Pensionsfonds, Versorgungswerke oder Staatsfonds das Geschehen und stehen für bis zu 90 Prozent des Börsenhandels. Selbst im Rahmen der Gamestop-Affäre schafften es Privatanleger auf gerade nur 15 Prozent des Russell-3000-Handelsvolumens, wie eine Untersuchung von Morgan Stanley offenlegte.

Und: Die Institutionen sitzen auf großen Mengen Kapital. Eine neue Studie vom Thinking Ahead Institute, einem Thinktank von Willis Towers Watson, legt offen, welche von ihnen am meisten Vermögen besitzen. Dafür schränkten die Studienautoren ein, dass nur solche „Asset Owner“ betrachtet werden, die direkt in treuhänderischer Funktion Vermögen verwalten und dabei mit einem Träger wie einer Regierung, einem Unternehmen oder einer gemeinnützige Organisation arbeiten. Am Ende sollen aus diesen Kapitalträgern Zahlungen an die entsprechenden Stakeholder fließen.

So ist es beispielsweise beim Spitzenreiter des Ranking, Government Pension Investment aus Japan. Gegründet wurde es 2006 von der japanischen Regierung, um Pensionsverpflichtungen zu verwalten. Insgesamt verwaltet die Behörde ein Volumen von 1,7 Billionen Dollar. Mit knapp 1,3 Billionen Dollar ist der berühmte norwegische Staatsfonds damit der zweitgrößte institutionelle Kapitalverwalter. Auf dem dritten Rang landet mit der China Investment Corporation ebenfalls ein Staatsfonds.

Ohnehin machen vor allem die Pensions- und Staatsfonds die Mehrheit der größten Institutionen aus. Rund 35 Prozent des Vermögens der 100 kapitalstärksten Organisationen entfällt auf Staatsfonds, Pensionsfonds machen sogar über 38 Prozent des Vermögens aus. Der Rest entfällt auf andere treuhänderische Anleger wie Mercer auf Platz 16, Goldman Sachs auf Platz 29 und Aon direkt dahinter.

Einzige deutsche Institution unter den Top 100 ist die Bayerische Versorgungskammer mit einem Vermögen von rund 119 Milliarden Euro. Auch die Allianz wird zwar als zweitgrößtes Versicherungsunternehmen in der Studie genannt, schafft es aber wegen des großen Anteils von Dritten verwalteter Vermögenswerte aber nicht in das Ranking der 100 größten Institutionen.

Eine genauere Analyse führte der Thinktank unter den 20 größten Kapitalinhabern durch. So kommen nur vier von ihnen aus Nordamerika, dafür aber jeweils acht aus der Gruppe asiatisch-pazifischer Staaten und der Ländergruppe aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Das Vermögen der Top 20 verteilt sich zu 47 Prozent auf Aktien, 35 Prozent festverzinsliche Anlagen und der Rest besteht aus alternativen Assets.