Die Analysten der europäischen Aufsichtsbehörde für Versicherungen und betriebliche Altersvorsorge (Eiopa) warnen Portfoliomanager von Pensionsfonds vor fünf zentralen Gefahren für 2026.
Das Risikodashboard basiert auf den neuesten Daten der Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (IORP) mit einem Bezugszeitraum bis zum vierten Quartal 2025.
Die Daten beruhen auf der regulatorischen Berichterstattung für das vierte Quartal 2025 von 625 IORPs. Die IORP-Meldedaten werden durch Marktdaten mit einem Stichtag Ende März 2026 ergänzt.
1. Steigende Inflation
Steigende Inflation Die erwartete anhaltende Inflation wird zu einem Risiko für Fonds der betrieblichen Altersvorsorge. Treiber sind hohe Energiepreise infolge der Konflikte im Nahen Osten sowie der anhaltenden Unsicherheit über Verlauf und Dauer des Krieges im Iran.
2. Volatile Finanzmärkte
Auch Finanzmärkte werden durch geopolitische Unsicherheiten auf die Probe gestellt. Die Anleihe-Spreads stiegen bis Ende März und mit ihnen die Volatilität der Kapitalmärkte und Unternehmensmärkte.
3. Überbewertete KI-Titel
Die Analysten hegen Zweifel, ob KI die hohen Erwartungen von Anlegern erfüllen kann. Erhöhte Bewertungen zeigen weiterhin potenzielle Risiken.
4. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken
bleiben laut Eiopa beherrschbar, obwohl die Derivatepositionen der IORPs leicht negativere Bewertungen aufweisen – hauptsächlich infolge gestiegener Zinssätze.
5. Cybersecurity
Die geopolitischen Spannungen erhöhen die Gefahr von Cyberangriffen und IT-Ausfällen..
Entgegen der Risiken sieht das Analystenteam von Eiopa die Lage nicht durchweg negativ. Die finanzielle Stabilität im Sinne von Liquidität und Finanzierung betrachten sie als stabil. Die finanzielle Lage von leistungsorientierten Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (DB IORPs) hat sich verbessert. Treiber waren Anlageerträge, gestiegene Aktienkurse und steigende langfristige Zinssätze.