Ranking Die Geld-Manager mit höchstem risikobereinigten Ertrag

Die Blackstone Group hat Investoren in den vergangenen zwölf Monaten den höchsten risikobereinigten Ertrag unter 32 börsennotierten Vermögensverwaltern beschert, wie das Bloomberg Riskless Return Ranking zeigt. Die Private-Equity-Gesellschaft mit Sitz in New York, die rund 266 Milliarden Dollar (192 Milliarden Euro) verwaltet, kam demnach auf einen risikobereinigten Ertrag von rund 2,7 Prozent für Aktionäre. Die Aktie legte in den zwölf Monaten, die am 11. März zu Ende gingen, unter Berücksichtigung reinvestierter Dividenden um 81 Prozent zu - bei einer Volatilität von 29,9.

Der risikogewichtete Ertrag, der nicht annualisiert ist, wird berechnet, indem der Gesamtertrag durch die Volatilität - oder die täglichen Kursschwankungen der Aktie - geteilt wird. Eine höhere Volatilität legt den Schluss nahe, dass es in kürzerer Zeit zu stärkeren Schwankungen kommen kann. Das erhöht das Risiko von Verlusten.

Im Durchschnitt aller 32 Vermögensverwalter lag die Volatilität in den zwölf Monaten bei 28,2.

Waddell & Reed Financial Inc. - ein traditioneller Manager von Investmentfonds, der zu mehr als 80 Prozent Aktienstrategien verfolgt - schaffte es in der Rangliste auf Platz zwei. Die Gesellschaft aus Kansas kommt auf einen risikobereinigten Ertrag von 2,7 Prozent. Die Aktie legte im Beobachtungszeitraum um rund 72 Prozent zu, während die Volatilität unterdurchschnittlich blieb. Der Standard & Poor’s 500 Index war in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als ein Fünftel nach oben geschnellt.

Der dritte Platz im Ranking geht an Ameriprise Financial, Inc. mit einem risikobereinigten Ertrag von 2,6 Prozent, wie die Daten von Bloomberg News zeigen.

Blackstone hatte am 24. Dezember eine sechs Jahre währende Kurstalfahrt beenden können, als die Aktie über den einstigen Börseneinführungspreis von 31 Dollar kletterte. Die Firma war 2007 an die Börse gegangen. Vorstandschef Stephen Schwarzman, 67, machte sich die Rally am Aktienmarkt verstärkt zunutze, um Unternehmen aus dem Portefeuille zu verkaufen.

Vermögensverwalter wie Franklin Resources Inc., die einen Teil der Anlagegelder in Anleihen investieren, wurden hingegen in den vergangenen zwölf Monaten ausgebremst. Dahinter stand die marktbreite Flucht aus Bonds in Folge der Signale der Federal Reserve, sie werde ihre monatlichen Anleihekäufe reduzieren.

“Für Blackstone - und all die anderen Manager alternativer Vermögensanlagen - war 2013 großartig”, erklärte Adam Goldman, der Gründer von Red Rocks Capital. Die Gesellschaft verwaltet Investments in börsennotierten Private-Equity- Gesellschaften. “Sie hatten ein paar sehr, sehr starke Gewinnrealisierungen.”

Derzeit bereitet sich Blackstone darauf vor, eine der lukrativsten Beteiligungen abzustoßen: Hilton Worldwide Holding. Der Hotelkonzern war am 11. Dezember an die Börse gebracht worden. Wenn Blackstone die eigenen Anteile verkauft, könnte die Firma mit mehr als 10 Milliarden Dollar den höchsten Gewinn der Unternehmensgeschichte erzielen.

Die anfängliche Durststrecke der Aktie in den ersten Jahren nach dem Blackstone-Börsengang geht nicht zuletzt auf das Konto des US-Häusermarktes, der 2008 in sich zusammenbrach. Dieser führte zu einer weltweiten Kreditkrise. Schwarzman beschwerte sich ganz öffentlich darüber, dass Investoren und Analysten die Aktie nicht korrekt bewerten würden. Als der Titel im Dezember 2013 wieder die Marke von 31 Dollar überschritt, sprach Schwarzman von einer “riesigen Erleichterung”.

Die Gewinne von Buyout-Firmen wie Blackstone folgen keinem geradlinigen Pfad - sie hängen unter anderem eher daran, wann erworbene Firmen wieder verkauft werden. Managern von traditionellen Aktien und Bonds, die Investmentfonds und ähnliche Produkte anbieten, erzielen einen Großteil ihrer Einkünfte aus Verwaltungsgebühren. Daher sind ihre Gewinne über den zeitlichen Verlauf hinweg stabiler.

“Es muss noch viel gelernt werden, wenn es darum geht, zu verstehen, wie Private-Equity-Firmen arbeiten”, erklärte Goldman mit Blick auf Investments in Vermögensverwalter wie Blackstone. “Wir machen Fortschritte, sind aber wahrscheinlich noch in einem frühen Stadium.”