Die Favoriten der Top-Vermögensverwalter Christof Schmidbauer mag Aktienfonds von E.I. Sturdza

Christof Schmidbauer, Portfoliomanager Berlin & Co AG Vermögensverwaltung

Christof Schmidbauer, Portfoliomanager Berlin & Co AG Vermögensverwaltung

Angesichts der noch immer recht günstigen Bewertungen sehen wir bei europäischen Aktien weiter überdurchschnittliches Potenzial. Zu unseren Kern-Investments für diesen Markt gehört dabei seit mehr als einem halben Jahr der E.I. Sturdza Strategic Europe Value von Willem Vinke.



Dabei spielt die bisherige Wertentwicklung keineswegs die Hauptrolle: Viel wichtiger ist uns, dass der von Vinke verfolgte Anlagestil sowohl in das aktuelle Marktumfeld als auch in den Kontext unseres Gesamtportfolios passt. Für seinen Fonds spricht einmal die recht hohe Stabilität in unsicheren Börsenphasen, zum anderen aber auch der individuelle Qualitätsansatz in der Aktienselektion, der sich deutlich von vergleichbaren Konkurrenzprodukten abhebt.

Wie viele andere qualitätsorientierte Manager nimmt auch Vinke Größen als Ausgangsbasis seiner Analysen, die wie der Return-on-Capital-Employed zunächst wenig Bezug nehmen auf den aktuellen Marktwert eines Unternehmens. Gleichwohl ist er nicht bereit, für die gewünschte Qualität jeden Preis zu zahlen.

Anhand zyklisch bereinigter Kennziffern wie Margen oder Kapitalrenditen und der jeweiligen Geschäftsmodelle entdeckt Vinke zudem Kaufkandidaten, die auch abseits des typischen Quality-Universums liegen. Dies war uns zum Zeitpunkt des Einstiegs besonders wichtig, da wir damals viele der bei den meisten Quality-Managern so populären Konsumgüterhersteller für überlaufen und überteuert hielten.

Obwohl er sich vor allem an Fundamentaldaten orientiert, bezieht Vinke auch makroökonomische Einflüsse in seine Anlageentscheidungen mit ein. So hat er im Mai 2013 auf die Diskussion um eine Rückführung der Anleihekäufe der US-Notenbank und deren Einfluss auf die Schwellenländer reagiert und Titel wie Unilever, deren Gewinne darunter zu leiden drohten, verkauft.



Ein solcher Pragmatismus und die zeitnahe Reaktion auf wesentliche Marktgeschehnisse sind für einen stark qualitätsorientierten Investor ungewöhnlich und waren entscheidend für die überdurchschnittliche Wertentwicklung im vergangenen Jahr.

Ein weiterer Vorzug des Fonds ist das recht kleine Volumen von 160 Millionen Euro – das hält ihn auch bei Investments in mittelgroßen und kleineren Firmen sehr agil. Deren Marktkapitalisierung darf allerdings 300 Millionen Euro nicht unterschreiten.

Über die Berlin & Co AG Vermögensverwaltung

Die seit 2002 in Frankfurt ansässige und rechtlich selbstständige Gesellschaft bietet gemeinsam mit ihrer Tochter, der Berlin & Co. Family Office GmbH, ihren Mandanten umfassende Dienstleistungen im Bereich komplexer Vermögen an. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den Themen Asset Allocation, Risiko-management und Fondsselektion.