Deutscher Private-Equity-Markt Buyouts ziehen kräftig an

Ulrike Hinrichs (l.), Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BVK, und Vorstandsmitglied Peter Pauli: Beide erwarten ein Rekordjahr für den deutschen Private-Equity-Markt.  | © BVK

Ulrike Hinrichs (l.), Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BVK, und Vorstandsmitglied Peter Pauli: Beide erwarten ein Rekordjahr für den deutschen Private-Equity-Markt. Foto: BVK

Mit 7,3 Milliarden Euro haben Beteiligungsgesellschaften so viel Private Equity in Deutschland wie noch nie in einem Halbjahr investiert. „Damit ist der deutsche Markt auf dem besten Weg, in diesem Jahr einen neuen Investitionsrekord aufzustellen“, so Ulrike Hinrichs, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) bei der Vorstellung der Marktzahlen für das erste Halbjahr 2017. 602 Unternehmen wurden finanziert und damit ebenso viele wie im Vorjahreshalbjahr.

„Ein neues Rekordniveau bei den großen Mehrheitsübernahmen hat maßgeblich zu diesem Ergebnis beigetragen. Aber auch im Venture-Capital-Segment und bei den Minderheitsbeteiligungen liegen die Investitionen auf gutem Kurs“, so Peter Pauli, Vorstandsmitglied des BVK und Geschäftsführer der Bay BG Bayerische Beteiligungsgesellschaft, in deren Räumen die aktuellen Marktzahlen im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt wurden.

Lebhafter Buy-Out-Markt

Bereits im letzten Jahresquartal 2016 hatten die Buy-Out-Aktivitäten in Deutschland deutlich angezogen, was sich auch im ersten Halbjahr 2017 fortsetzte. „Viele der kurz vor dem Jahreswechsel angekündigten Transaktionen wurden letztendlich im ersten Halbjahr 2017 abgeschlossen und schlagen sich nun positiv in den Marktzahlen des laufenden Jahres nieder“, erläutert Hinrichs.

Dementsprechend erreichten die Buy-Out-Investitionen mit 5,91 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert, der deutlich über den Vergleichszahlen des Vorjahres (H1 17: 1,29 Milliarden Euro, H2 2017: 3,78 Milliarden Euro) liegt. Viele internationale, aber auch deutsche Buy-Out-Gesellschaften konnten zuletzt neue Fonds schließen und verfügen über entsprechende Finanzkraft.