Deutsche Jungunternehmen haben 2025 rund 8,4 Milliarden Euro Risikokapital eingesammelt. Das entspricht einem Anstieg von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert den dritthöchsten Wert in der deutschen Startup-Geschichte, wie aus einer aktuellen Erhebung von EY hervorgeht. Die Zahl der Finanzierungsrunden sank gleichzeitig um fünf Prozent auf 716 Abschlüsse – der niedrigste Wert seit 2019.
Größere Einzeldeals treiben Volumen
Der Anstieg des Gesamtvolumens bei gleichzeitig rückläufiger Deal-Anzahl deutet auf eine Verschiebung hin zu größeren Einzeltransaktionen. Im Jahr 2025 wurden 18 Finanzierungsrunden mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro registriert – sechs mehr als im Vorjahr. Das Gesamtfinanzierungsvolumen in dieser Größenklasse stieg von 2,25 Milliarden Euro auf 3,72 Milliarden Euro.
Software und KI mit höchstem Kapitalzufluss
Der Sektor Software & Analytics vereinte mit 2,7 Milliarden Euro das meiste Risikokapital auf sich, was einem Marktanteil von 32 Prozent entspricht. Innerhalb dieses Segments erhielt der Bereich Künstliche Intelligenz mit 1,7 Milliarden Euro den Löwenanteil. Auch die Sektoren Energy (1,2 Milliarden Euro) und Health (1,07 Milliarden Euro) verzeichneten deutliche Zuwächse gegenüber dem Vorjahr.
Regional führt Bayern mit 3,3 Milliarden Euro vor Berlin mit 2,7 Milliarden Euro. Bayerische Startups erhielten damit zum zweiten Mal in Folge mehr Kapital als Berliner Jungunternehmen. Bei der Anzahl der Deals bleibt Berlin mit 218 Finanzierungsrunden allerdings Spitzenreiter vor Bayern mit 149 Abschlüssen.
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