US-Immobilienverluste Deutsche Finance verklagt die BVK und dreht Schuldfrage um

In der Klage der Deutschen Finance gegen die BVK geht es explizit auch um die weltberühmte Transamerica Pyramid in San Francisco.

In der Klage der Deutschen Finance gegen die BVK geht es explizit auch um die weltberühmte Transamerica Pyramid in San Francisco. Bildquelle: Anadolu Agency

Im Streit um verlustreiche US-Immobilien der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) geht der bisherige Asset Manager in die Offensive. Die Deutsche Finance Group hat nach eigenen Angaben Klage gegen die BVK eingereicht – beim Superior Court des US-Bundesstaates Delaware. Damit dreht die Münchner Investmentgesellschaft die bislang öffentlich verbreitete Erzählung um und weist der größten öffentlich-rechtlichen Versorgungsgruppe Deutschlands die Verantwortung für die Verluste zu. Die Klage stütze sich auf fünf Klagegründe: Vertragsverletzung, Verleumdung (Defamation), unlautere Geschäftspraktiken nach dem Delaware Deceptive Trade Practices Act sowie rechtswidrigen Eingriff in bestehende und in künftige Geschäftsbeziehungen.

Der Asset Manager dreht die Verantwortung um

Den Klägern zufolge habe die BVK die Rolle eines passiven institutionellen Investors regelmäßig überschritten: Sie habe die Objekte ausgewählt, Investitionen genehmigt, Gebühren verhandelt und Vermietungs-, Finanzierungs- und Preisentscheidungen bis auf die Ebene einzelner Objekte gesteuert. Anschließend habe sie die Deutsche Finance Group und die unabhängigen Fondsmanager angewiesen, diese Entscheidungen umzusetzen.

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