Vor dem Umbau Rekordquartal für das Wealth Management der Deutschen Bank

Lars Stoy (l.), der künftig Private Banking und Wealth Management zusammen verantwortet, und Frank Schriever (r.), Leiter Wealth Management Deutschland: Die Deutsche Bank ist im deutschen Wealth Management abermals gewachsen.

Lars Stoy (l.), der künftig Private Banking und Wealth Management zusammen verantwortet, und Frank Schriever (r.), Leiter Wealth Management Deutschland: Die Deutsche Bank ist im deutschen Wealth Management abermals gewachsen. Foto: Deutsche Bank

Aus zwei mach' noch nicht eins: Bevor die Deutsche Bank die deutsche mit der internationalen Privatkundenbank und dann auch Private Bankng und Wealth Management verschmilzt, musste bei den Quartalsergebnissen der größten deutschen Bank noch genau hingeschaut werden. Denn: Deutsche und Internationale Privatkundenbank berichteten vorerst noch als eigene Geschäftsbereiche getrennt voneinander – und das deutsche Wealth Management trug weiterhin „sehr ordentlich“ zu den Ergebnissen der internationalen Einheit bei.

Wealth Management verzeichnet Rekordquartal

„Neben hohen Nettomittelzuflüssen aus Einlagen und Investmentprodukten sind wir erneut zweistellig über Plan in den Erträgen gewachsen“, erklärte Frank Schriever, Leiter Wealth Management Deutschland. Man habe in den vergangenen drei Jahren fortwährend Neukunden gewinnen können – auch durch die Zusammenarbeit mit der Unternehmensbank. Die Nettomittelzuflüsse des ersten Halbjahres lagen demnach schon über den Ergebnissen des Vorjahres.

 

Und: Das zweite Quartal 2023 war zudem das stärkste seit Gründung der Internationalen Privatkundenbank. Trotzdem will die Bank weiterhin selektiv Beraterinnen und Berater einstellen. Wenn Internationale und deutsche Privatkundenbank dann künftig verschmelzen, soll Lars Stoy das fusionierte Private Banking und Wealth Management verantworten. Von dem Schritt, den der neue Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis jüngst bekannt gegeben hatte, erhofft man sich bei der Deutschen Bank einiges: Man wolle man unangefochten führende Privatkundenbank in Deutschland sein und Synergien heben, teilte das Institut mit.

Wachstum in deutscher und internationaler Privatkundenbank

In der gesamten Privatkundenbank trieben die höheren Erträge bei Einlageprodukten und die verbesserten Zinsmargen die Gesamterträge auf 2,4 Milliarden Euro – 11 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Während die Privatkundenbank Deutschland die Erträge um 16 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro steigerte, legten sie in der Internationalen Privatkundenbank um 4 Prozent auf 865 Millionen Euro zu. Bereinigt um rund 15 Millionen Euro, die infolge des Verkaufs von Deutsche Bank Financial Advisors in Italien im vierten Quartal 2022 wegfielen, stiegen die Erträge um 6 Prozent. Auch das verwaltete Vermögen entwickelte sich weiterhin positiv, wuchs um 11 auf 541 Milliarden Euro – getrieben von Nettomittelzuflüssen von 7 Milliarden Euro, die sich wiederum auf Anlageprodukte (4 Milliarden Euro) und Einlagen (3 Milliarden Euro) verteilten.

Die Ergebnisse für das Halbjahr im Überblick:

  • Privatkundenbank: 4,8 Milliarden Euro Ertrag (10 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum)
  • Privatkundenbank Deutschland: 3,1 Milliarden Euro Ertrag (15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum) 
  • Internationale Privatkundenbank: 1,8 Milliarden Euro  Ertrag (3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, bereinigt um Verkauf in Italien Wachstum von 5 Prozent)
  • Verwaltetes Vermögen: 541 Milliarden Euro (24 Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum, davon 13 Milliarden Euro Nettomittelzuflüsse)

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