Anlagezentrum statt Schließung Deutsche Bank überführt sieben Filialen in neues Standortformat

Filiale der Deutschen Bank am Berliner Kurfürstendamm

Filiale der Deutschen Bank am Berliner Kurfürstendamm: Der Standort bleibt erhalten, sechs andere Filialen in der Bundeshauptstadt müssen schließen. Foto: imago images / Joko

Die Deutsche Bank schließt 97 Filialen, den Großteil davon im vierten Quartal 2021. Wo genau Anlaufstellen für Kunden wegfallen sollen, hat das Geldinstitut in einer Übersicht veröffentlicht. Zudem teilt die Deutsche Bank mit, dass sie sieben weitere Filialen in das neue Standortformat DB Anlagezentrum umwandelt. Einem Handelsblatt-Bericht zufolge handelt es sich dabei um folgende Standorte: Hamburg-Poppenbüttel, Wedel, Buchholz in der Nordheide, die Rotkreuzplatz-Filiale in München, Gelsenkirchen-Buer, Bad-Salzuflen und Essen-Heisingen.

In diesen Anlagezentren können Kunden Termine vereinbaren und ausschließlich Beratung in Anspruch nehmen, heißt es in einem Fragen-Antwort-Katalog zum Filialabbau auf der Institutsseite. Daher könnten diese Beratungscenter auch ohne Komfortverlust etwa in einer herkömmlichen Büroetage untergebracht sein, hält sich die Deutsche Bank zur konkreten Ausgestaltung der sieben Standorte noch bedeckt.

Ein paar mehr Details liefert die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)“ zum neuen Standortformat: Das DB-Anlagezentrum diene als Anlaufstelle für komplexe Bankgeschäfte, so ein Banksprecher auf Nachfrage der Zeitung. Dabei gehe es vor allem um Anlageberatung.

In Abhängigkeit der lokalen Gegebenheiten besteht den Angaben zufolge noch die Möglichkeit, dass an ausgewählten Standorten Finanzagenturen eröffnen, also Mitarbeiter die Filialen selbstständig weiterführen. Nach Handelsblatt-Informationen wird diese Option derzeit für etwa zehn bis 30 Standorte geprüft. Dem Bericht zufolge führen die Filialschließungen der Deutschen Bank zu einem Abbau von rund 440 Arbeitsplätzen, wie aus einer internen Mitteilung der Bank hervorgeht.