Delisting Edmond de Rothschild plant Rückzug von der Börse

Ariane de Rothschild: „Ich bin angetreten, um eine solide und einheitliche Bankengruppe zu formen“.  | © Edmond de Rothschild

Ariane de Rothschild: „Ich bin angetreten, um eine solide und einheitliche Bankengruppe zu formen“. Foto: Edmond de Rothschild

Die Schweizer Privatbank Edmond de Rothschild biegt mit ihren Restrukturierungsbemühungen auf die Zielgerade ein: Das Institut hat den verbliebenen Publikumsaktionären ein offizielles Angebot zum Kauf ihrer Inhaberaktien gemacht. Das Ziel: Die Bank mit Sitz in Genf zu 100 Prozent in Familienbesitz überführen. Das gab man jetzt in einer Pressemitteilung bekannt.

„Ich bin angetreten, um eine solide und einheitliche Bankengruppe zu formen“, so Ariane de Rothschild. Sie freue sich, dass man nun den letzten Schritt mache. Ariane de Rothschild steht seit vier Jahren an der Spitze der Bank. Sie ist verheiratet mit Benjamin de Rothschild, der die Gruppe 1997 von seinem Vater übernommen hatte.

Die Gruppe besitzt der „Financial Times“ zufolge bereits 98 Prozent der Aktien. Den Publikumsaktionären hat Edmond de Rothschild für das going private nun ein offizielles Angebot von 17.945 Schweizer Franken je Inhaberaktie gemacht – ein Aufschlag von 7 Prozent auf den Schlusskurs der Zürcher Börse vom Dienstag dieser Woche. Parallel zum Börsenrückzug will man alle Aktivitäten der Edmond de Rothschild (France) unter dem Dach der Schweizer Bank zusammenfassen.

Erst Mitte vergangenen Jahres hatten Rothschild & Co und Edmond de Rothschild ihren drei Jahre währenden Streit über die Verwendung des Familiennamens beigelegt: Die Einigung sieht vor, dass sich keines der Institute nur Rothschild nennt, was zu einer klaren Unterscheidung der zwei Marken führen soll. Zudem wurden mit der Vereinbarung sämtliche minderheitliche Überkreuzbeteiligungen aufgegeben.