Betriebliche Altersversorgung Dax-Pensionswerke erreichen Rekord-Ausfinanzierungsgrad

Hanne Borst von WTW.

Hanne Borst von WTW Bildquelle: WTW

Die Pensionswerke der Dax-Unternehmen haben 2025 einen historischen Meilenstein erreicht: Der Ausfinanzierungsgrad stieg auf 87 Prozent – ein Plus von fünf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Das zeigt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung WTW. 

Rechnungszins steigt auf 4,10 Prozent

Der Rechnungszins erhöhte sich im Median um 67 Basispunkte auf 4,10 Prozent. Die Pensionsvermögen sanken leicht auf 258 Milliarden Euro, während die Pensionsverpflichtungen auf 298 Milliarden Euro zurückgingen. 

„Steigende Zinsen und solide Kapitalmärkte haben die Pensionswerke der Unternehmen erneut deutlich entlastet“, sagt Hanne Borst, Leiterin Retirement Deutschland bei WTW.

 

Volatiles Marktumfeld erfordert aktive Steuerung

Das Kapitalmarktjahr 2025 stand unter Spannung: Handelskonflikte, US-Zollmaßnahmen und geopolitische Krisen sorgten für Unruhe. Dennoch schlossen die Aktienmärkte mit deutlichen Gewinnen. „Die Märkte reagieren heute eher auf Narrative und wahrgenommene politische Entwicklungen als auf Fundamentaldaten“, sagt Nikolaus Schmidt-Narischkin, Managing Director Investments bei WTW. „Das erhöht die Schwankungen, eröffnet aber auch Chancen für Investoren, die ihre Portfolios aktiv steuern.“   

Der hohe Ausfinanzierungsgrad eröffne neue Möglichkeiten: „Unternehmen können jetzt deutlich offensiver über De-Risking, Auslagerungen oder Pension-Buyouts nachdenken“, so Borst.

Die Studie basiert auf 30 ausgewerteten Geschäftsberichten der 40 Dax-Unternehmen, die 94 Prozent der gesamten Pensionsverpflichtungen abdecken.

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