Podcast „Das Wichtigste seit 25 Jahren“: Warum Frankfurt nur noch über ein Depot redet

Malte Dreher und Christoph Fröhlich sprechen über ihre Dienstreisen nach Stuttgart und Frankfurt und ihnen begegnete ein Thema immer wieder: das Altersvorsorgedepot.

Malte Dreher und Christoph Fröhlich sprechen über ihre Dienstreisen nach Stuttgart und Frankfurt und ihnen begegnete ein Thema immer wieder: das Altersvorsorgedepot. Bildquelle: Edelstoff Media mit KI

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Es sind Zahlen, die in Frankfurt diese Woche durch jedes Hintergrundgespräch geisterten: zwischen 400.000 und 8 Millionen. So weit liegt die Spanne auseinander, wenn man Asset Manager fragt, wie viele Altersvorsorgedepots im nächsten Jahr eröffnet werden. Anders gesagt: Die ganze Branche stochert im Nebel. Aber alle wissen, dass darunter ein Milliardenmarkt liegt.

Christoph Fröhlich und Malte Dreher haben sich in dieser Folge von „For Professional Investors Only“ durch eine Woche voller Termine gekämpft – Blackrock im Klimatower, die DWS auf dem Mediensommerfest, Franklin Templeton mit Besuch aus den USA. Und am Ende drehte sich fast jedes Gespräch um dasselbe: das geförderte Altersvorsorgedepot, das zum 1. Januar startet.

Der Grund für die Aufregung ist schnell erklärt. Über 500 Euro Förderung im Jahr gibt es als Grundzulage, pro Kind kommen noch einmal 300 Euro obendrauf. Bei zwei Kindern sind das 600 Euro extra, Jahr für Jahr, gefördert über die Ansparphase. „Man wäre bescheuert, wenn man es nicht macht“, bringt es einer der beiden im Podcast auf den Punkt. Während man mit Riester nie an den großen Kuchen herankam und nur die Krümel von links nach rechts schob, fühlt sich das hier an wie etwas anderes: „fast so was wie der Urknall des Sparens“.

Für die Anbieter geht es deshalb um sehr viel mehr als ein neues Produkt. Es geht um jahrelange, planbare Zahlungsströme. Wer einmal ein gefördertes Depot aufgesetzt hat und viele Jahre lang die Kinderzulagen mitnimmt, schaltet das nicht so einfach wieder ab. Und genau deshalb formieren sich gerade die Allianzen. Franklin Templeton etwa hat sich exklusiv die App Finanzguru gesichert – mit drei Millionen Nutzern in Deutschland – und betreut darüber ab Januar das Vorsorgedepot. Gleichzeitig erleben die IFAs ein leises Comeback, weil die großen Player plötzlich wieder Berater und Education brauchen.

Aber der Kostendeckel von einem Prozent macht die Sache heikel. Zum Start dürfte vieles über günstige ETF-Lösungen laufen, und ETFs bringen nun einmal weniger Marge als ein aktiver Fonds. Die DWS spürt das bereits: Ihre ETF-Marke Xtrackers wächst rasant, drückt aber gleichzeitig auf die Profitabilität. Und in zwei, drei Jahren, da sind sich beide einig, geht die Reise ohnehin Richtung komplexere Produkte, vielleicht sogar mit Private Markets im Depot.

Was bleibt, ist die große Unbekannte. Wird das Vorsorgedepot der Game Changer, den die Branche herbeiredet oder versickert die Euphorie im nächsten regulatorischen Detail? Im Herbst, da sind sich Christoph und Malte sicher, wird es laut.

Welche Player sich positionieren, warum daraus ein neuer Verteilungskampf im Asset Management wird, worauf es nach der Sommerpause ankommt und was sonst noch los war, darüber sprechen Christoph und Malte im Podcast.

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