Die 37. Ausgabe des private banking kongress feierte seine Premiere in der Hauptstadt. Erstmals luden die Veranstalter von rehblau events in das Hotel Telegraphenamt in Berlin ein. Zwischen Brandenburger Tor und Alexanderplatz kamen mehr als 100 Gäste aus dem Private Wealth Management, der unabhängigen Vermögensverwaltung, aus Family Offices und der institutionellen Kapitalanlage zusammen.
In einem abwechslungsreichen Programm aus Keynotes, Impulsvorträgen und Roundtables konnten Portfoliomanager und Investmentexperten sich austauschen, diskutieren und den Vortragenden lauschen.
Der Start in den Tag bot direkt einige Denkanstöße: Nahost-Expertin Natalie Amiri gab tiefgehende Einblicke in ihre Berichterstattung aus den umkämpften Gebieten im Nahen und Mittleren Osten. Wie gefährlich diese Arbeit ist, bekommt die freie Journalistin nicht nur dadurch gespiegelt, dass keine Versicherung sie absichert, sondern auch von den Menschen in ihrem Umfeld. Amiri hat deshalb einen pragmatischen Ansatz entwickelt, wenn sie auf eigene Faust in die Krisengebiete fährt: „Ich spreche nicht mehr darüber, ich tu es einfach“, sagt sie.
KI, Nachfolge und Infrastruktur
Danach ging es thematisch mit Investmentthemen weiter. Dabei stand auch dieses Mal das Thema künstliche Intelligenz im Zentrum. Marco Bungart von DWS sprach über die Möglichkeiten, die sich dadurch unter anderem für Infrastruktur, E-Commerce und Verteidigung ergeben. Joseph Stephens von Guiness Global Investors fokussierte sich in seinem Vortrag auf Qualitätsinvestitionen in Zeiten der KI-Euphorie.
Nachfolgeexperte Jörg Plesse gab nach der Mittagspause Tipps zur nachhaltigen Sicherheit für Familienvermögen. Stephen Tapley (Royal London AM) und Tristan Schirra (Swiss Life) deckten mit ihren Impulsen zu den Themen High Yield und Infrastruktur weitere Anlageklassen ab.
Zum Abschluss schloss Kriegsreporter Paul Ronzheimer den Bogen zur Eröffnungs-Keynote. Er sprach über die Brennpunkte unserer Zeit – von der Ukraine über die USA bis nach Deutschland. Dabei betonte er die Schwierigkeit der Frontberichterstattung, die für Journalisten überhaupt nicht mehr kalkulierbar sei. Doch: „Um einen Krieg zu zeigen, muss man dort sein“, so Ronzheimer, der seine Eindrücke aus Kiew kurz nach dem 23. Februar 2022 schilderte. Bei der Frage, wie man die Ukraine noch verteidigen kann, ging es dann auch um die Politik Deutschlands, Europas und der USA.
Hauptsponsor des private banking kongresses waren in diesem Jahr DWS und Xtrackers. Die weiteren Partner sind: Aquis, Bethmann Bank, Bitwise, Guiness Global Investors, MFS, Natixis, Royal London, Shareholder Value, Swiss Life Asset Managers und Triodos.
