Das große Graben Moderne Technologien befeuern Rohstoff-Investments

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Ein starker Preisanstieg spiegelt dies längst wider: Käufer müssen 29 Prozent mehr bezahlen als noch ein Jahr zuvor. „Eine deutliche Zunahme des Kupferverbrauchs lässt sich nicht vermeiden“, bestätigt der Earth-Resource-Chef. Neben Industriemetallen hat insbesondere der Ölpreis in den zurückliegenden zwölf Monaten sprunghaft zugelegt: 58 Prozent ging dieser für die Sorte Brent nach oben. Und das, obwohl die USA dank weiträumigen Frackings immer mehr Energie exportieren können und das Angebot erhöhen.

Zu den Profiteuren gehören nicht zuletzt Aktienfonds, die in Rohstoff-Gesellschaften investieren. Der Earth Exploration Fund UI beispielsweise weist ein jährliches Plus von 9 Prozent auf Sicht von drei Jahren auf. Der beschleunigte Rohstoffverbrauch schlägt sich auf die kurzfristigen Ergebnisse nieder: Auf Sicht eines Jahres liegt der Anteilspreis nun 20,6 Prozent höher. Damit zählt der Fonds zu den renditestärksten Angeboten. Die Performance geht allerdings mit einem stark schwankenden Wert einher. Die Volatilität beträgt 28,9 Prozent.

                                           Quelle: Finanzen.net, Metallradar.com, tradingeconomics.com, Stand 6. Juni 2018

Noch stärker performt der Long Term IF Natural Resources. Ein jährlicher Gewinn von 11,6 Prozent steht auf Drei-Jahres-Sicht zu Buche. Jose Carlos Jarillo und Walter Scherk lenken den Fonds gemeinsam. Die beiden berücksichtigen anders als Berlenbach neben Metallen und Energieträgern auch Agrarrohstoffe. Vor allem Lachszüchter haben es ihnen angetan: Die norwegischen Seefarmen Grieg Seafood, Leroy Seafood und Norway Royal Salmon belegen Spitzenpositionen im Portfolio.

Andere Züchter haben sich bereits als lukrativ erwiesen: „Die Anteile von Bakkafrost haben sich seit unserem Kauf vor sechs Jahren verfünfzehnfacht.“ Bei den übrigen handele es sich ebenfalls um „tolle Anlagen“, die oftmals noch erstaunlich günstig zu haben seien, so Jarillo. Da Rohstoffinvestments jahrelang wie Blei in den Auslagen der Fondshäuser ruhten, rangieren die Kurs-Gewinn-Verhältnisse meist noch unter 10 und die Dividenden jenseits von 5 Prozent. Da sollten weitere gute Fänge möglich sein.

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