Dank stabiler Erträge Hertie-Stiftung bleibt zuversichtlich

Frank-Jürgen Weise: Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. | © imago images / CHROMORANGE

Frank-Jürgen Weise: Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Foto: imago images / CHROMORANGE

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück und scheut auch nicht den Blick nach vorn. Im vergangenen Jahr verbuchte die 1974 gegründete Stiftung, die die Erträge aus ihrer Vermögensanlage unter anderem der Gehirn-Forschung widmet, eine Anlageperformance von 9,6 Prozent. Das ist im Vergleich zum Deutschen Aktienindex, der es binnen Jahresfrist auf ein Plus von 25 Prozent gebracht hat, zunächst keine große Sache.


Quelle: Gemeinnützige Hertie-Stiftung

In der längerfristigen Betrachtung über sechs Jahre hinweg liegen Dax und das auch über alternative Anlagen wie Private Equity gestreute Hertie-Portfolio mit einer durchschnittlichen Rendite von etwa 6 Prozent ungefähr auf Augenhöhe. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass die gemeinnützige Einrichtung Teile ihrer Erträge für ihre Stiftungszwecke ausgibt, während der Dax Ausschüttungen seiner Mitglieder für sich behält, also schon aus diesem Grund zwangsläufig immer höhere Bewertungen erreichen muss. Mit Blick auf den bisherigen Anlageerfolg sollte die „beständige Verwirklichung des Stiftungszwecks auch in den nächsten Jahren möglich sein“, heißt es seitens der Stiftung.

„Auf diesem starken Fundament können wir unsere Arbeit auch zukünftig in vollem Umfang fortführen“, kommentiert Stiftungschef Frank-Jürgen Weise. Die Gelder fließen aktuell in rund 20 Projekte innerhalb der beiden Leitthemen „Gehirn erforschen“ und „Demokratie stärken“.

Am Ende des vergangenen Geschäftsjahres wies die Hertie-Stiftung eine nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (Stichwort: Buchwerte) ermittelte Bilanzsumme von 904,4 Millionen Euro aus (im Vorjahr (i.V.): 896,9 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote lag zuletzt bei hervorragenden 89,2 Prozent – nach 88,8 Prozent am Stichtag 31. Dezember 2018. Der Großteil der im vergangenen Jahr von der Hertie-Stiftung erwirtschafteten Mittel von insgesamt rund 35,1 Millionen Euro stammt mit 34,5 Millionen Euro (i.V.: 37,5 Millionen Euro) aus der Vermögensbewirtschaftung. Mit nicht näher deklarierten Wertpapieren/Geldmarktanlagen verbuchte die Stiftung ein Ergebnis von 17,2 Millionen Euro (i.V.: 11,8 Millionen Euro). Weil das Ergebnis aus Private-Equity-Beteiligungen und aus Vermögensumschichtungen 2019 deutlich unter denen des Vorjahres lagen, fielen die erwirtschafteten Mittel gegenüber 2018 (38,4 Millionen Euro) diesmal aber niedriger aus.

Vermögensaufteilung per 31. Dezember 2019 

Größter Posten im Portfolio der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung sind Aktien mit einem Anteil von zuletzt 27 Prozent. Das Vermögen ist zu rund 81 Prozent im Euro angelegt. Die übrigen Währungen, mehrheitlich der US-Dollar, stellen eine „beabsichtigte Streuung“ dar, wie die Stiftung erläutert.