Cum-Ex-Geschäfte Warburg-Eignern droht Entzug der Stimmrechte

Christian Olearius war nach 28 Jahren an der Spitze der Bank 2014 in den Aufsichtsrat gewechselt.

Christian Olearius war nach 28 Jahren an der Spitze der Bank 2014 in den Aufsichtsrat gewechselt.

Die Hauptanteilseigner von M.M. Warburg & CO, Christian Olearius und Max Warburg, könnten ihre Stimmrechte verlieren: Die Bafin fordert einem Bericht des „Manager Magazin“ zufolge, dass sie die Stimmrechte an Treuhänder übergeben. Olearius und Warburg halten beide jeweils 40 Prozent der Anteile. Hintergrund sind die Cum-Ex-Geschäfte der Bank, die bereits zum Rückzug Olearius‘ und Warburgs aus dem Aufsichtsrat geführt haben sollen.

Warburg und Olearius befinden sich dem Bericht zufolge gegenwärtig in Gesprächen mit der Aufsicht, um den Verlust der Stimmrechte abzuwenden. Gelinge dies nicht, könnten beide ihre Beteiligungen auf den Prüfstand stellen, zitiert das „Manager Magazin“ Bankinsider.

Von Warburg-Seite hieß es dazu gegenüber dem Blatt, Spekulationen über angebliche Veräußerungsabsichten seien unwahr und entbehrten jeder Grundlage. Die Hauptgesellschafter stünden uneingeschränkt zur Warburg-Gruppe. Die Bank hat laut Bericht bisher rund 60 Millionen Euro an Rückstellungen für mögliche Gewinnrückzahlungen aus Cum-Ex-Geschäften gebildet.