Crowdfunding Hertha BSC und Kapilendo starten zweite Finanzierungsrunde

Will die 1,5 Millionen Euro aus der Finanzierungsrunde in die Nachwuchsarbeit stecken: Der Fußball-Bundesligist Hertha BSC, hier die Mannschaft nach dem Sieg über den VfB Stuttgart am 12. Mai 2015 | © Getty Images

Will die 1,5 Millionen Euro aus der Finanzierungsrunde in die Nachwuchsarbeit stecken: Der Fußball-Bundesligist Hertha BSC, hier die Mannschaft nach dem Sieg über den VfB Stuttgart am 12. Mai 2015 Foto: Getty Images

Hertha BSC startet am 7. Mai die zweite Crowd-Finanzierungsrunde mit dem Berliner Fintech Kapilendo. Dabei geht es um die Summe von 1,5 Millionen Euro über eine Laufzeit von drei Jahren mit einer festen Verzinsung von 4,0 Prozent pro Jahr. Bereits ab einem Betrag von 100 Euro können die Anleger investieren, das Maximum beträgt 10.000 Euro.

Das Besondere: Anders als bei der ersten Finanzierungsrunde im März vergangenen Jahres, gibt der Verein den eigenen Vereinsmitgliedern zu Beginn einen exklusiven Zugang zur Kampagne: Zwei Tage lang haben ausschließlich Mitglieder die Chance in ihren Verein zu investieren, bevor die Kampagne am Dienstag, den 9. Mai ab 18:00 Uhr für alle Anleger geöffnet wird.

„Mit einem geschlossenen Kampagnenstart werden wir der großen Nachfrage und dem großen Interesse unserer Vereinsmitglieder und Fans gerecht“, sagt Ingo Schiller, Geschäftsführer Finanzen bei Hertha BSC. „Der Erlös fließt in den Ausbau unserer Nachwuchsarbeit, also in unsere Hertha BSC Fußball-Akademie“, so Schiller weiter.

„Die zweite digitale Finanzierung von Hertha BSC zeigt, dass das Thema „Crowdfinanzierung“ als neue Art der kollektiven Finanzierung die verschiedensten Bereiche unserer Gesellschaft nachhaltig erreicht hat. Mit dem diesmal gewählten Zuschnitt auf die Hertha-Fan-Gemeinde wird zudem deutlich, welche Möglichkeiten die digitale Finanzierung durch ihre Kombination aus Finanzierung, Kundenbindung beziehungsweise Fanbindung und Marketing auch für bestehende Unternehmen bietet. Der digitalen Crowd-Finanzierung gehört damit nicht nur im modernen Sportgeschäft die Zukunft“, so Christopher Grätz, Mitgründer und Vorstand von Kapilendo.