Der Eigentümerwechsel bei der Oldenburgische Landesbank wirkt auf die Führungsebene. Obwohl ursprünglich ein Abschluss der Übernahme durch Crédit Mutuel für das erste Halbjahr 2026 avisiert worden war, meldeten die Franzosen bereits Anfang Januar den Vollzug inklusive zentraler Personalentscheidungen.
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Der Eigentümerwechsel bei der Oldenburgische Landesbank wirkt auf die Führungsebene. Obwohl ursprünglich ein Abschluss der Übernahme durch Crédit Mutuel für das erste Halbjahr 2026 avisiert worden war, meldeten die Franzosen bereits Anfang Januar den Vollzug inklusive zentraler Personalentscheidungen.
Klar ist bereits: Die Vorstandsspitze wird neu besetzt. Der bisherige OLB-Vorstandsvorsitzende Stefan Barth zieht sich zum Ende Januar zurück. Seine Nachfolge übernimmt Christophe Jéhan, bislang stellvertretender Vorstandschef der Targobank, der deutschen Tochter von Crédit Mutuel. Zugleich übernimmt Targobank-Chefin Isabelle Chevelard den Vorsitz im Aufsichtsrat der OLB.
Vorstandsduo wird OLB verlassen
Doch dabei bleibt es nicht. Zwei weitere Vorstände werden die Bank zeitnah verlassen, wie Finanz-Szene berichtete. Und zwar haben Privatkundenchef und Chief Operating Officer Aytac Aydin sowie Finanzvorstand Rainer Polster demnach intern angekündigt, ihre Verträge nicht zu verlängern. Aydins Mandat endet im Juni, Polsters Vertrag läuft im September aus. Beide Abgänge haben Targobank und OLB auf Nachfrage bestätigt.
Im Zuge dieser Entscheidungen wird die Führung zugleich verbreitert. Anstelle der bislang zwei Ressorts sollen künftig drei Positionen entstehen. Die OLB hat dafür drei neue Generalbevollmächtigte ernannt. Michael Fust, seit 2016 für das Finanzressort der Targo-Holding verantwortlich, soll die Nachfolge von Rainer Polster antreten und das CFO-Amt übernehmen.
Andreas Houben, bislang Ressortleiter Customer Segment Management bei der Targobank, soll künftig das Privatkundengeschäft, den Vertrieb und das Marketing verantworten und damit Aydins Rolle als Privatkundenvorstand besetzen. Für den Bereich Operations und IT ist Sébastien Haquette vorgesehen, der von der Crédit-Mutuel-Tochter Cofidis zur OLB wechselt. Er soll auf Sicht die operative Steuerung übernehmen und damit ebenfalls Aufgaben aus dem bisherigen COO-Ressort von Aydin bündeln.
Das Institut spricht in diesem Zusammenhang von einem „natürlichen Teil jeder Transition“, Grundlage der Neuaufstellung sei ein 180-Tage-Plan, mit dem Crédit Mutuel eine gemeinsame Strategie und Orga-Struktur für OLB und Targobank entwickeln will. Ob das laufende Vorhaben weitere personelle Konsequenzen haben wird, ist derzeit noch offen. Die Verträge der für Spezialfinanzierungen zuständigen Vorstände Marc Ampaw und Giacomo Petrobelli laufen regulär noch bis ins kommende Jahr.