Unicredit hat die finalen Ergebnisse des freiwilligen Übernahmeangebots für die Commerzbank veröffentlicht. Demnach wurden Aktien in Höhe von 17,6 Prozent des ausstehenden Commerzbank-Kapitals angedient – deutlich mehr als ursprünglich erwartet, heißt es dazu von der Unicredit.
Anteil entspricht 49,7 Prozent der Stimmrechte
Zusammen mit dem direkt gehaltenen Anteil von 26,8 Prozent sowie Finanzinstrumenten, die einen Anspruch auf physische Lieferung weiterer 3,2 Prozent geben, kommt Unicredit laut eigener Mitteilung nun auf einen Gesamtanteil von 47,6 Prozent am Commerzbank-Kapital. Das entspreche 49,7 Prozent der Stimmrechte – da Commerzbank-eigene Aktien nicht stimmberechtigt seien. Sobald die Commerzbank ihre eigenen Aktien einzieht – wozu sie sich verpflichtet habe – würde der Stimmrechtsanteil von Unicredit auf dieses Niveau steigen.
„Der Übergang der angedienten Aktien und der damit verbundenen Stimmrechte an die Unicredit steht unter Vorbehalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen“, betont die Commerzbank in einer Mitteilung zum Ende der Annahmefrist. Die Summe der von institutionellen und privaten Anlegern angedienten Aktien belaufe sich auf weniger als 2 Prozent.
Die angedienten Aktien würden überwiegend von mit der Unicredit verbundenen Banken und Parteien stammen. Die niedrige Annahmequote unter den unabhängigen Aktionären sei ein Beleg für die mangelnde Attraktivität des Angebots. Zudem erklärt die Commerzbank, dass von der Unicredit direkt gehaltene Aktien, gemeldete Derivate und angediente Aktien nicht als aggregierte Gesamtposition interpretiert werden sollten.
„Wir haben das Ergebnis des Übernahmeangebots zur Kenntnis genommen. Auch in Zukunft wird der Fokus unseres Handelns auf den Interessen unserer Kundinnen und Kunden, unserer Mitarbeitenden sowie unserer Anteilseigner liegen“, sagt Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank.
Die Unicredit erklärt, mit den Stakeholdern konstruktiv zusammenarbeiten zu wollen: „Der Abschluss der Übernahmeangebotsfrist stellt einen weiteren Schritt bei der Umsetzung der strategischen Beteiligung von Unicredit an der Commerzbank dar. Unicredit ist weiterhin bestrebt, konstruktiv mit allen relevanten Stakeholdern zusammenzuarbeiten und verfolgt dabei die notwendigen regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Prozesse im Zusammenhang mit seiner Beteiligung.“