Die Commerzbank hat auf Veröffentlichungen der Unicredit reagiert, die im Zusammenhang mit der Einladung zur außerordentlichen Hauptversammlung stehen. Die Bank widerspricht in weiten Teilen den dort gezogenen Schlussfolgerungen – insbesondere der Aussage, sie verweigere einen konstruktiven Austausch zu einer wertschaffenden Transaktion.
In den vergangenen Wochen fanden mehrere Interaktionen zwischen beiden Häusern statt, teilt die Commerzbank mit, die jüngste kurz vor den genannten Unicredit-Veröffentlichungen vom 3. April. Ziel war es, Grundlagen und Potenziale des von Unicredit in Aussicht gestellten Übernahmeangebots konstruktiv zu prüfen. Darüber hinaus gab es in den vergangenen 18 Monaten einen regelmäßigen Austausch mit Unicredit als Investorin. Dabei habe Unicredit jedoch weder gezielte Anfragen noch mögliche Eckpfeiler einer Transaktion an die Commerzbank herangetragen.
Commerzbank sieht keinen Mehrwert durch Übernahme
Die von Unicredit mündlich skizzierten Eckpfeiler der Transaktion haben aus Sicht der Commerzbank kein ausreichendes Wertschöpfungspotenzial für ihre Aktionäre über die bestehende Eigenständigkeitsstrategie hinaus aufgezeigt. Ein Großteil dieses Potenzials beruhe nicht auf einer Zusammenlegung beider Institute und könne von der Commerzbank eigenständig – ohne die mit einer Transaktion einhergehenden signifikanten Umsetzungsrisiken – realisiert werden. Zudem habe Unicredit in den Gesprächen mehrfach bestätigt, derzeit keinen Spielraum für eine marktübliche Prämie und eine Erhöhung des am 16. März 2026 angekündigten Übernahmeangebots zu sehen, heißt es.
Auf dieser Grundlage sei eine einvernehmliche Lösung aus Sicht der Commerzbank aktuell nicht erkennbar. Erschwerend komme hinzu, dass die bisherigen Schritte und Veröffentlichungen der Unicredit wiederholt ohne vorherige Abstimmung mit der Commerzbank erfolgten – ein Vorgehen, das den Aufbau des für eine erfolgreiche Transaktion erforderlichen gegenseitigen Vertrauens nachhaltig erschwere.
Die Commerzbank will sich auf die Umsetzung ihrer eigenständigen Strategie konzentrieren. Die Momentum-Strategie sei wertschaffend, die operative Dynamik nachhaltig und die Umsetzung folge einer klar kommunizierten Agenda mit geringen Risiken bei der Usmetzung.
Mit der Veröffentlichung ihrer Quartalszahlen am 8. Mai 2026 will die Bank die bereits im Februar in Aussicht gestellte Anhebung der Finanzziele sowie weitere Details ihres Strategie-Updates bekanntgeben – mit zusätzlichen Potenzialen über die ursprünglich für 2028 definierten Ziele hinaus. Die Commerzbank betont, weiter offen für Gespräche und Vorschläge zu bleiben, die konkreten Mehrwert für ihre Aktionäre und Stakeholder schaffen.