Die Commerzbank hat zum 1. August den Bereich aktives Asset Management in der Gesellschaft Yellowfin ausgegründet. Das Unternehmen managt Investmentstrategien für institutionelle Investoren, Firmenkunden und hochvermögende Privatkunden und ist fortan neben der Vermögensverwaltung und der Commerz Real eines von drei Standbeinen des Instituts im Asset Management.
Das Yellowfin-Team arbeitete bereits ab 2013 unter der Leitung von Andreas Neumann bei der Commerzbank zusammen. Seinerzeit wurde das aktive Asset Management in der Commerzbank aufgesetzt. Nach dem Verkauf der Commerzbank-Sparte Aktienmärkte & Rohstoffe an die Société Général war das Team ab 2019 bei Lyxor, einer Fondstochtergesellschaft der französischen Großbank tätig. Im Juli 2022 holte die Bank ihre ehemalige Einheit schließlich in den Bereich „Aktives Asset Management“ zurück.
Verwaltung von Vermögen ab 30 Millionen Euro
Die Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt verwaltet derzeit rund 10 Milliarden Euro an Vermögen von etwa 40 Kunden, darunter Stiftungen, Pensionsfonds und UHNWIs. Zur Zielgruppe gehören neben institutionellen Anleger auch Unternehmen, die Pensionen ihrer Angestellten selbst managen sowie Unternehmen, bei denen Anlagebedarf in ihrer Treasury besteht. Schließlich adressiert die Commerzbank-Tochter auch hochvermögende Privatkunden mit einem zu verwaltenden Vermögen ab 30 Millionen Euro.
Die Investmentboutique, die auf die Support-Funktionen und die Vertriebsplattform der Commerzbank zurückgreift, verwendet laut Unternehmensmitteilung einen technischen Investmentansatz auf Basis eigens entwickelter quantitativer Modelle. In den Investmentprozess fließen auch Erkenntnisse der Behavioral-Finance-Theorie ein.
„Wir haben unter dem Dach der Commerzbank die ideale Struktur gefunden, um unseren Boutique-Ansatz fortzuführen“, sagt Neumann. Das verwaltete Vermögen sei in den vergangenen Monaten deutlich ausgebaut worden. „Diesen Wachstumskurs wollen wir fortsetzen“, so Neumann.
Mitarbeiter am Unternehmen beteiligt
Zu Beginn seiner Karriere arbeitete Neumann bei der Dresdner Bank, es folgten Wechsel zur Bremer Landesbank, Frankfurt-Trust sowie zur Berenberg Bank, wo er in leitender Funktion im Asset Management aktiv war. Im Jahr 2013 ging der promovierte Betriebswirt zur Commerzbank, wo er nach seiner Rückkehr nun als Vorsitzender der Geschäftsführung Yellowfin leitet. Zur Geschäftsführung gehört zudem Tobias Zühlke.
Laut einem FAZ-Bericht hält Neumann mit acht weiteren Kollegen gebündelt in einer Beteiligungsgesellschaft 24,9 Prozent der Anteile an dem Unternehmen. Die übrigen 75,1 Prozent der Anteile gehören der Commerzbank.