Comdirect und VR-Bank Westmünsterland Weitere Banken verschärfen Strafzins-Politik für Privatkunden

Comdirect-Zentrale in Quickborn: Die Commerzbank-Tochter erhebt Negativzinsen für Privatkunde, die mehr als 250.000 Euro auf dem Girokonto haben. | © Comdirect

Comdirect-Zentrale in Quickborn: Die Commerzbank-Tochter erhebt Negativzinsen für Privatkunde, die mehr als 250.000 Euro auf dem Girokonto haben. Foto: Comdirect

Die VR-Bank Westmünsterland verlangt als zweite Bank Strafzinsen von Privatkunden ab dem ersten Euro, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ mit Verweis auf das Finanzportal Verivox. Die Gebühr von 0,5 Prozent wird demnach fällig für Kunden, die bei der Volksbank Tagesgeld neu anlegen. Bei Girokonten gewährt die VR-Bank Westmünsterland individuelle Freibeträge, heißt es.

Auch die Online-Bank Comdirect verlangt von vermögenden Kunden eine Gebühr von 0,5 Prozent. Wie aus einem Bericht des „Handelsblatts“ (bezahlpflichtig) hervorgeht, müssen Kunden mit Sichteinlagen von mehr als 250.000 Euro seit dem 1. Dezember zahlen. Das geht aus einer Auswertung des Daten-Anbieters Biallo.de hervor, die der Nachrichtenagentur Bloomberg exklusiv vorliegt und die von einer Sprecherin der Bank bestätigt wurde. Die Commerzbank-Tochter treffe individuelle Vereinbarungen, ergänzte die Sprecherin. Zudem habe die Comdirect das Angebot von Festgeld- und Laufzeitkonten nach Angaben auf ihrer Webseite vorläufig eingestellt.