Evergreen-Secondaries Coller Capital öffnet Zweitmarktfonds für Wealth Manager

Michael Gruener von Titanbay und Boris Maeder von Coller Capital

Michael Gruener von Titanbay und Boris Maeder von Coller Capital Bildquelle: Titanbay / Coller Capital

Coller Capital macht seine offenen Secondaries-Fonds für europäische Vermögensverwalter zugänglich. Diese sollen Anteile über die Technik von Titanbay zeichnen, zurückgeben und für ihre Kunden verwalten können.

Secondaries sind Anteile an bestehenden Beteiligungsfonds, die den Besitzer wechseln. Käufer übernehmen Portfolios, in denen die Unternehmen bereits im Bestand sind. Verkäufer kommen früher an ihr Geld als über die üblichen Laufzeiten von zehn Jahren und mehr. Coller Capital, 1990 in London gegründet, verwaltet nach eigenen Angaben 55 Milliarden Dollar in Private Equity, Private Credit und weiteren Privatmarktvehikeln (Stand 31. März 2026). Das Geschäft mit vermögenden Privatkunden läuft über die Einheit Private Wealth Secondaries Solutions, die offene, sogenannte Evergreen-Fonds für qualifizierte Anleger anbietet.

 

Zeichnung und Rückgabe laufen automatisiert

Titanbay bündelt in seiner Technik Trade Engine Zeichnungen, Rückgaben und Zuteilungen – von der Aufnahme des Kunden bis zur laufenden Betreuung. Es sei die erste Technik, mit der offene Privatmarktfonds in Europa in großem Stil gehandelt werden könnten, teilt das Unternehmen mit. Unabhängig belegt ist das nicht. „Einen offenen Fonds in den Vertrieb an Vermögende zu bringen, ist eines der schwierigsten operativen Probleme der Privatmärkte“, sagt Michael Gruener, Co-Chef von Titanbay.

Titanbay strukturiert, legt auf und betreibt Privatmarktfonds und richtet sich dabei sowohl an Fondsanbieter als auch an Vermögensverwalter. Coller Capital investiert seit der Gründung ausschließlich im Zweitmarkt und unterhält neben dem Hauptsitz in London Büros in Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik. Boris Maeder, bei Coller für den internationalen Vertrieb an Private-Wealth-Kunden zuständig, verweist auf 35 Jahre Erfahrung des Hauses im Zweitmarkt und nennt die Zusammenarbeit einen zusätzlichen Zugangsweg für Vermögensverwalter.

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