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Mehr Klimaschutz in den USA CO2-Reduktion: regionale Anreize, aber kaum nationale Gesetze

CO2-Reduktion: regionale Anreize, aber kaum nationale Gesetze

Foto: BNY Mellon Fund Management

 

Schaffen es die USA ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 zu halbieren? Das kann funktionieren, wenn die Regierung die Stromerzeuger dazu bringt, auf erneuerbare Energien umzustellen. Der Elektrizitätssektor ist einer der größten Verursacher der amerikanischen Treibhausgasemissionen. Auf nationaler Ebene gibt es zwar nur wenige Anreize oder gar Gesetze, um die CO2-Intensität zu begrenzen. Aber auf bundesstaatlicher Ebene tut sich einiges.

Viele US-Bundesstaaten haben Renewable Portfolio Standards eingeführt, die Energieversorgern dazu anspornen, ihre Stromnetze umzustellen. Im Rahmen dieser Verpflichtungen erhalten die Versorgungsunternehmen Bonuspunkte für jede aus einer erneuerbaren Energiequelle erzeugte Megawattstunde Strom. Diese Credits dienen einerseits als Nachweis, dass die Unternehmen bundesstaatliche Vorschriften umsetzen. Und sie können auf dem freien Markt als Energierohstoff verkauft werden.

So erhalten Versorger eine zweite Einnahmequelle, was weitere Anreize für Investitionen in erneuerbare Energie schafft. Unternehmen und Privatpersonen, die diese Papiere überwiegend zur Reduzierung ihres eigenen CO2-Fußabdrucks kaufen, sorgen für Nachfrage auf dem Markt der Erneuerbaren und somit für ein höheres Angebot und niedrigere Energiekosten. So wird auch das Risiko von Investitionen in klimafreundliche Projekte verringert. Erneuerbare Energiequellen werden wirtschaftlich also immer wettbewerbsfähiger. Erfreulich ist, dass sie bereits heute teils niedrigere Energiekosten als die herkömmliche Stromerzeugung aufweisen.

Einige US-Bundesstaaten, wie beispielsweise Virginia, haben bereits große Versorgungsunternehmen dazu verpflichtet, alle CO2-emittierenden Kraftwerke bis zu einem bestimmten Datum abzuschalten. Das geht in die richtige Richtung: Nun muss die nationale Gesetzgebung nachziehen, damit die USA ihre Emissionsziele erreichen.

Einige Anleger befürchten nun sogenannte „stranded assets“ im Bereich der fossilen Brennstoffe. Deren Marktwert sinkt drastisch. Was bedeutet der beschleunigte Ausstieg aus Kohle, Öl und sogar Gas für Versorger, die auf traditionelle Formen der Stromerzeugung setzen? Anleger werden immer mehr auf Positivscreening setzen, um diejenigen Unternehmen zu identifizieren, die ihre Geschäftsmodelle am besten anpassen. Und wenn die erneuerbaren Energien eine bestimmte Größe erreichen, werden die damit einhergehenden Skaleneffekte weitere, spannende Möglichkeiten für Investoren eröffnen.

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