Jane Fraser hat am Mittwoch eine der bedeutendsten Umstrukturierungen der Citigroup innerhalb der vergangenen Jahre verkündet. Das Ziel der Citi-Chefin: Die Struktur soll verschlankt und vereinfacht werden, auch Stellen fallen bei der Großbank dadurch weg. Besonders einschneidend ist der Umbau für den Gruppenteil, der institutionelle Kunden betreut. Der Konzern trennt sich laut Medienberichten von der Management-Ebene seiner ehemals größten Sparte, ähnliches gilt für das Personal Banking und das Wealth Management.
Wohl keine Auswirkungen im deutschen Private Banking
Zudem werden einige regionale Führungsebenen außerhalb Nordamerikas abgeschafft, insgesamt fallen etwa 35 Komitees durch den Umbau weg. Wie viele Stellen im Zuge der Umstrukturierung wegfallen und welche finanziellen Auswirkungen der Schritt haben wird, ist laut Reuters (in englischer Sprache) noch unklar.
Stattdessen wird das Geschäft aufgeteilt in fünf verschiedene Divisionen, deren Leiter jeweils direkt an Fraser berichten soll. Shahmir Khaliq soll das Dienstleistungsgeschäft leiten, Andrew Morton das Segment Märkte, Peter Babej interimsweise das Investmentbanking- und Firmenkundengeschäft sowie Gonzalo Luchetti das US-Verbrauchergeschäft. Andy Sieg soll – wenn er im Laufe des Monats zum Konzern stößt – das Segment leiten, das unter dem Namen Vermögen firmieren wird.
Die Auswirkungen auf das deutsche Private Banking, das die Bank unter der Leitung von Christian Pohl seit dem vergangenen Jahr aufbaut, dürften dagegen eher überschaubar sein. Denn: Mit den genannten Personen sind vor allem internationale Managementpositionen der ersten Ebene betroffen. Zwar können die neuen Segmentsleiter gemäß der Medienberichte im November und Januar auch zusätzlich noch Entscheidungen auf zweiter und dritter Management-Ebene treffen, das operative Private Banking in Deutschland dürften diese Entscheidungen damit aber kaum betreffen.