BB-Bank-Affäre Christian Lindner drohen Strafverfahren und Aufhebung der Immunität

Bundesfinanzminister Christian Lindner und BB Logo

Bundesfinanzminister Christian Lindner drohen wegen seiner Verflechtungen mit der BB Bank ein Strafverfahren wegen Vorteilnahme und die Aufhebung seiner Immunität. Foto: Imago / Michael Gstettenbauer, Imago / Fotostand

Bundesfinanzminister Christian Lindner droht ein Strafverfahren wegen Vorteilsnahme. Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hat ein Prüfverfahren eingeleitet. Der Tagesspiegel berichtete am Sonntag als erstes Medium darüber, dass die Korruptionsabteilung der Anwaltschaft die Aufhebung von Lindners Immunität prüft, um förmlich ermitteln zu können.

Lindner hat im Mai 2022 ein Minister-Grußwort für die BB Bank erstellt, der Bank, bei der er vorher und nachher ungewöhnlich hohe Kredite für seine private Immobilie aufgenommen hat. Lindner ist langjähriger Werbebotschafter der Bank und dürfte nach Schätzungen des Spiegel bis zu 73.000 Euro allein für seine Auftritte bei Abendveranstaltungen der Bank erhalten haben. Das private banking magazin hat berichtet.

Lindner bestreitet Vorwürfe

Lindners Handeln könnte strafbar sein, wenn das Grußwort und die spätere Kreditvergabe zusammenhängen. Die Staatsanwaltschaft betont, dass das Prüfverfahren zunächst nur bestätigen oder widerlegen soll, ob es einen Anfangsverdacht wegen Vorteilsnahme gibt. Auch der BB Bank drohen Ermittlungen wegen Vorteilsgewährung.

 

 

Lindner bestreitet, dass die Finanzierung seiner Immobilie und seine Werbetätigkeit zusammenhängen. Zudem sei er nicht verpflichtet gewesen, die private Geschäftsverbindung mit der Bank offen zu legen. Lindners Anwalt teilte mit, dass der Minister die Berichterstattung mit Gelassenheit sehe.