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Abseits des „Home Bias“ Chinesische Anleihen – Renditebringer und Stabilisator

Straßendekoration zum Laternenfest in China

Straßendekoration zum Laternenfest in China: Das Reich der Mitte wird immer stärker – und internationale Anleger können daran in immer höherem Maß teilhaben. Foto: imago images / VCG

Es ist 200 Jahre her, dass Napoleon warnte: „Wenn China erwacht, wird die Welt erzittern.“ Seither hat das Land lange geschlummert – doch in den vergangenen 20 Jahren hat es sich zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt entwickelt. Diese Tatsache beeinflusst sowohl das ökonomische als auch das politische globale Umfeld ganz entscheidend.

China öffnet sich – auch für Anleger

James Ashley, GSAM

Im Bereich Kapitalanlage sieht es hingegen etwas anders aus. „Trotz des wirtschaftlichen Aufstiegs waren die Kapitalzuflüsse ausländischer Anleger in die chinesischen Renten- und Aktienmärkte durch die geschlossene Kapitalbilanz und den schwierigen Zugang zu den Finanzmärkten im Land eingeschränkt“, sagt James Ashley, Leiter internationale Marktstrategien bei GS Asset Management. Diese Zeiten seien nun aber vorbei: „2021 ist das Jahr, von dem an China aus Investmentperspektive nicht mehr ignoriert werden kann.“

Die jüngste und anhaltende Liberalisierung der Finanzmärkte zahlt sich aus. Die Gewichtungen in den wichtigsten Indizes und die Kapitalzuflüsse nehmen zu. Reformen haben bereits dazu beigetragen, dass chinesische Staatsanleihen in den Bloomberg Barclays Global Aggregate Index und den JPMorgan GBI-EM Global Diversified Index aufgenommen wurden.

Absehbar ist, dass China bis Ende 2021 auch in den FTSE World Government Bond Index (WGBI) aufgenommen wird. „Die Gewichtung wird unseren Schätzungen zufolge bei etwa 6 Prozent des globalen Index liegen“, prognostiziert Ashley. Das stelle eine ausgesprochen bedeutsame Umschichtung eines der wichtigsten Rentenindizes der Welt dar. „Wenn man das Vermögen bedenkt, das an diesen Index geknüpft ist, dürfte die Aufnahme dazu führen, dass etwa 100 Milliarden US-Dollar in chinesische Staatsanleihen fließen werden“, meint der Experte.

Die Aufnahme in den Index bedeutet auch, dass ohne eine Allokation in chinesischen Staatsanleihen vermutlich eine deutliche Untergewichtung bei Anlageprodukten bestünde, die sich an dieser Benchmark orientieren. Ob ein Tracking Error dieser Größenordnung akzeptabel ist, hängt von vielen Faktoren ab – angesichts der aktuellen Attraktivität chinesischer Staatsanleihen lässt sich jedoch bezweifeln, dass er wünschenswert wäre. „Anleiheinvestoren sind derzeit auf der Suche nach hochrentierlichen Anleihen mit geringer Korrelation und einer soliden makroökonomischen Grundlage – alles Merkmale, die chinesische Anleihen bieten“, betont Ashley.

Strategischer Schachzug für das Depot

Nominal weist eine 10-jährige chinesische Staatsanleihe ein Renditeplus von rund 200 Basispunkten gegenüber US-Staatsanleihen und ein Plus von fast 350 Basispunkten gegenüber deutschen Bundesanleihen auf. Effektiv ist der Vergleich genauso überzeugend (siehe Abbildung 1). „Dass das Reich der Mitte eine positive Realrendite für Anleger bietet, ohne Abstriche bei der Bonität zu fordern, ist eine seltene Ausnahme“, sagt Ashley. Selbstverständlich müssten Investoren bei jeder Anlageentscheidung auch die Währungskomponente berücksichtigen. „Doch Chinas Leistungsbilanzüberschuss, die beherrschbare Haushaltslage und der solide Wachstumsausblick stimmen uns für die Dauer eines strategischen Anlagehorizonts optimistisch.“

Abbildung 1: Reale Rendite 10-jähriger Staatsanleihen von Emittenten mit Investment-Grade-Rating

Quelle: Bloomberg, Moody’s, GS Asset Management. Stand: 19. Februar 202

Die Erträge aus einem Engagement in chinesischen Staatsanleihen lassen sich zudem nicht so einfach indirekt über Rentenpapiere aus anderen bedeutenden Anlageregionen nachbilden. China korreliert nur wenig mit der Entwicklung anderer Märkte – und der FTSE China Government Bond Index zeigt, dass die Renditen mit ähnlicher oder sogar niedrigerer Volatilität einhergehen als die von US-Staatsanleihen oder britischen Gilts. „Die Verzinsung ist also nicht nur deutlich höher. Chinesische Anleihen sind auch eine wenig korrelierende Renditequelle mit niedriger Volatilität“, fasst Ashley zusammen.

Daneben erscheint auch der makroökonomische Hintergrund sehr günstig. China ist eine der wenigen Volkswirtschaften, deren Wirtschaftsleistung bereits wieder das Vorkrisenniveau erreicht hat. Laut Bloomberg rechnen Marktteilnehmer für 2021 mit einem chinesischen Wachstum von etwa 8,4 Prozent – weit über den Erwartungen für die USA oder die Eurozone. „Wir sind aber der Meinung, dass der Konsens damit noch zu niedrig liegen könnte“, zeigt sich Ashley für die Konjunktur optimistisch.

Geringe Volatilität – großes Potenzial

Chinesische Staatsanleihen können eine interessante Renditequelle mit niedriger Volatilität darstellen. Diese Renditen werden möglicherweise durch eine zyklische Komponente vor dem Hintergrund eines stärker als erwarteten Wirtschaftswachstums unterstützt – ebenso wie durch eine strukturelle Neuausrichtung mit zunehmender Aufnahme in wichtige Indizes und einer immer größeren makroökonomische Bedeutung des Landes mit seinen aufgeweckten 1,4 Milliarden Einwohnern.

Wichtige Informationen:

Bei diesem Dokument handelt es sich um Finanzwerbung, die von der Goldman Sachs Bank Europe SE („GSBE“), unter anderem über ihre zugelassenen Filialen, verbreitet wird. GSBE ist ein in Deutschland ansässiges Kreditinstitut und steht innerhalb des einheitlichen Aufsichtsmechanismus, der von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, deren amtliche Währung der Euro ist, eingeführt wurde, unter der direkten Aufsicht der Europäischen Zentralbank und in anderer Hinsicht unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank.

Das eingesetzte Kapital ist Risiken unterworfen. Nähere Informationen zu den Risiken, die mit einer Anlage in den Teilfonds verbunden sind, entnehmen Sie bitte dem Abschnitt Risikohinweise des Verkaufsprospekts. Im vorliegenden Dokument enthaltenen Konjunktur- und Marktprognosen dienen zu Informationszwecken und gelten zum Datum des vorliegenden Dokuments. Es gibt keine Gewähr dafür, dass die Prognosen auch tatsächlich eintreffen.