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Anlagechancen durch Flexibilität China, die Türkei und Angola sind jetzt interessant

Die türkische Metropole Istanbul

Die türkische Metropole Istanbul: Zwar hat das Land mit politischen Herausforderungen zu kämpfen – viele Unternehmen sind aber solide aufgestellt. Foto: IMAGO / agefotostock

Polina Kurdyavko, BlueBay AM

Die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft hängt maßgeblich von den Fortschritten der Corona-Impfungen ab. Die damit verbundene Ungewissheit bietet Chancen für aktive Anleger – insbesondere für Investoren, die offen sind für einen Absolute-Return- oder „unconstrained“-Ansatz.

Dieser Ansatz gibt Anlegern die Agilität und Flexibilität, überall zu investieren und jede Art von Instrument zu nutzen – Attribute, die in unserer „neuen Welt“ besonders wichtig sind. Mit Blick auf den weiteren Verlauf des Jahres sind wir der Meinung, dass Portfolios mit höherer Fokussierung, größerer Beweglichkeit und kürzerer Laufzeit das beste Risiko-Ertrags-Verhältnis bieten können.

Das gilt insbesondere für die Schwellenländer – denn diese bieten ein riesiges Anlageuniversum. Gleichzeitig stehen sie für rund 60 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung sowie drei Viertel des weltweiten Wirtschaftswachstums. Bezieht man dann noch das Niedrigzinsumfeld in den entwickelten Märkten in die Betrachtung ein, wird deutlich, warum sich Anleger zunehmend für Investments in den aufstrebenden Volkswirtschaften interessieren.

Warum Schwellenmärkte, und warum jetzt?

Viele Marktteilnehmer sehen bereits seit einiger Zeit langfristiges Renditepotenzial in den Schwellenländern. Dabei ist ein zunehmender Trend in Richtung lokaler Märkte zu beobachten, insbesondere im Anleihebereich. Der Grund dafür ist vermutlich die Erwartung einer strukturellen US-Dollarschwäche, die zu einer Outperformance in diesem Segment führen könnte.

Eine Kombination aus negativen US-Realzinsen und sich verbessernden Leistungsbilanzen in den Schwellenländern könnte 2021 Vermögenswerte in lokaler Währung stützen. Allerdings bedarf es eines Katalysators, um diesen Trend zu stärken.

Ein solcher Katalysator könnte die neue US-Regierung sein, die für geringere geopolitische Risiken und eine berechenbarere Politik eintritt. Da die Demokraten beide Häuser im Kongress kontrollieren, dürften zudem größere fiskalische Anreize durchgesetzt werden können. Diese beiden Entwicklungen in den USA sollten die Risikobereitschaft der Anleger fördern und den US-Dollar schwächen – was wiederum Schwellenländerinvestments unterstützt.

Wenn wir das aktuelle Umfeld aus einer uneingeschränkten Fixed-Income-Perspektive betrachten, sind die Optionen fast endlos – mit einem ausgedehnten Universum an Unternehmen und Ländern, die interessante Anlagemöglichkeiten bieten.

In welchen Ländern liegen Chancen?

Beginnen wir mit Asien: Der chinesische Immobilienmarkt weist nach wie vor recht attraktive relative Bewertungen auf – Bewertungen, die es anderswo in dieser Form nicht gibt. Zwar mangelt es an Transparenz, grundsätzlich scheint der Sektor aber auf einem stabilen Fundament zu stehen.

Ebenfalls übergewichtet haben wir die Türkei. Trotz politischer Fehlentwicklungen in den vergangenen Jahren, in denen das Land einen großen Teil seiner Devisenreserven ausgegeben hat, sind viele der Unternehmen und Finanzwerte gut aufgestellt. Sie haben schlichtweg unter der Politik des Staates gelitten, was zu einer Ausweitung der Spreads geführt hat – daher sehen wir beträchtliche Renditechancen.

Argentinien hat seine Schulden im letzten Jahr umstrukturiert und leidet unter einer extrem schwachen Politik, die sich wahrscheinlich fortsetzen wird. Allerdings stehen gegen Ende des Jahres Zwischenwahlen an, die den Status quo ins Wanken bringen könnten. Außerdem sind die Staatsanleihen des Landes sehr gut bepreist. Sie werden mit der Erwartung einer zukünftigen Erholung gehandelt, bieten aber interessante Renditen.

Schließlich interessiert uns Angola. Das Land ist in hohem Maß von Ölexporten abhängig und hat im vergangenen Jahr aufgrund des niedrigeren Ölpreises stark gelitten. Jetzt, da die Notierungen steigen, sind die Ratingagenturen wieder ein Stück weit optimistischer und die Renditen hoch. Das bietet elegenheiten für Investoren.

Wenn wir diese vier Beispiele auf einer Weltkarte markieren, wird deutlich, welch breite Palette von Möglichkeiten ein uneingeschränkter („unconstrained“-)Investmentansatz eröffnet.