Chefvolkswirt Mickey Levy Berenberg Bank gewinnt US-Schwergewicht

Mit Mickey Levy zieht die Berenberg Bank ein Schwergewicht an Land. Der Chefvolkswirt, bei Berenberg für USA und Asien zuständig, ist ein Analyse- und Netzwerk-Schwergewicht in den USA.

Levy berät seit rund drei Jahrzehnten diverse regionale US-Notenbanken und gehört seit 1983 dem Schattenrat der US-Notenbank Federal Reserve (Shadow Open Market Committee) an, einem Gremium, das sich kritisch mit der offiziellen Zentralbankpolitik auseinandersetzt. Der renommierte Ökonom spricht regelmäßig vor Ausschüssen des US-amerikanischen Kongresses zu Themen der Wirtschaft, Politik und Finanzen, hält engen Beziehungen zur EU-Kommission und der Bank of Japan.

„Dies ist eine sehr spannende Zeit für Berenberg in den USA, und ich freue mich darauf, einen Beitrag zum kontinuierlichen Wachstum der Bank zu leisten“, sagt Levy, der in New York tätig sein wird. „Ich freue mich insbesondere darauf, eng mit meinem ehemaligen Kollegen, Berenbergs globalem Chefvolkswirt Holger Schmieding, zusammenzuarbeiten.”

Von 1998 bis 2013 war Levy Chefvolkswirt der Bank of America und zuvor bei den Vorgängerunternehmen CRT Government Securities (1989 bis 1994) und Nations Bank (1994 bis 1998) tätig. Zuletzt arbeitete er seit 2013 als Chefvolkswirt bei Blenheim Capital Management.

Wachstumspläne in Übersee

„Nach der Eröffnung unserer Büros in New York, Boston, Chicago und San Francisco in den vergangenen vier Jahren wollen wir auch in Zukunft unseren ambitionierten Wachstumskurs weiter fortführen“, kommentierte Hendrik Riehmer, persönlich haftender Gesellschafter von Berenberg, die Personalie.

Im Oktober werden die Hanseaten in New York ein Handels-Desk für Aktien eröffnen. Die dafür notwendige Lizenz sei kürzlich erteilt worden, erklärte Riehmer gegenüber dem „Handelsblatt“. Anfang kommenden Jahres will Berenberg dann die Analyse von US-Aktien ausweiten und bis zu 200 amerikanische Large Caps bewerten.