Chefanleger der BASF Gerhard Ebinger wechselt zur Seedamm-Vermögensverwaltung

Gerhard Ebinger wird Geschäftsführer der Seedamm-Vermögensverwaltung. | © Seedamm-Vermögensverwaltung

Gerhard Ebinger wird Geschäftsführer der Seedamm-Vermögensverwaltung. Foto: Seedamm-Vermögensverwaltung

Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler Gerhard Ebinger verlässt seinen langjährigen Arbeitgeber, den Chemiekonzern BASF, und wechselt nach Bad Homburg. In der Stadt am Rande des Taunus steigt er Anfang November in die Geschäftsführung der Seedamm-Vermögensverwaltung ein. Dabei handelt es sich um das Family Office von Susanne Klatten und Stefan Quandt.

Ebinger soll sich in den folgenden Monaten in die Strukturen der zu betreuenden Vermögen einarbeiten. Gleichzeitig wird der Anlagespezialist für seine neue Führungsrolle aufgebaut. Denn der amtierende Geschäftsführer Johannes Fritz wird nur noch bis zum 31. März 2020 als Geschäftsführer des Quandt-Klatten-Family-Office tätig sein. In der Zwischenzeit soll Fritz schrittweise alle Verantwortlichkeiten an Ebinger übergeben.

Damit verlässt nun auch der zweite langjährige Geschäftsführer die Seedamm-Vermögensverwaltung. Nach fast elfjähriger Tätigkeit im Günther-Quandt-Haus hatte Co-Geschäftsführer Georg Vomhof zum 31. Juli 2019 das Quandt-Klatten-Family-Office verlassen und war zum 1. August 2019 als Vorsitzender der Geschäftsführung zur Beisheim Group Deutschland gewechselt. 

Die Beteiligungsgesellschaft Skion, ebenfalls im Günther-Quandt-Haus angesiedelt, ist von dem Personalwechsel nicht betroffen. Hier sitzt Fritz gemeinsam mit Susanne Klatten unverändert in der Geschäftsführung.

Der Wirtschaftswissenschaftler Ebinger hat nach seinem Studium an der Universität Regensburg zum Thema „Neue Modelle der betrieblichen Altersversorgung“ promoviert. Im Jahr 2000 stieg er beim Fahrzeugbauer BMW als Referent in der strategischen Planung ein. In der Folge übernahm Ebinger Verantwortung im Finanzbereich. 2009 avancierte er zum Leiter der englischen BMW-Group-Pensionsaktivitäten. Seit August 2010 arbeitet Ebinger bei BASF in Ludwigshafen und verantwortet die Kapitalanlage von rund 15 Milliarden Euro in Deutschland sowie 7 Milliarden Euro Pensionsvermögen ausländischer Gesellschaften.

Chemiekonzern löst Nachfolge intern

Bei der BASF steht Ebingers Nachfolger in den Startlöchern. Wie das Magazin „Finance“ berichtet, verantwortet Klaus Morgenstern ab 1. November das Asset Management. Morgenstern leitet seit etwa 15 Jahren die Einheit „Corporate Finance“ innerhalb der Treasury-Abteilung der BASF. Diese Position wird Frank Wilhelmi übernehmen, bislang Leiter der Kapitalmarktfinanzierung von BASF.