10 Millionen von Thiel Chef von Peter Thiels Family Office will US-Senator werden

Facebook-Investor Peter Thiel bei einer Wahlkampfveranstaltung der Republikaner

Facebook-Investor Peter Thiel bei einer Wahlkampfveranstaltung der Republikaner: Kritik an den Internetkonzernen, Rücktritt bei Meta, Millionen für Masters. Foto: Imago Images / ZUMA Wire

Dem Family Officer Blake Masters ist derzeit genug Aufmerksamkeit sicher. Das liegt zum einen am in Deutschland geborenen Investor Peter Thiel, der durch seine Beteiligung an Facebook und die Mitgründung von Paypal bekannt und vermögend wurde. Masters verwaltete für Thiel bisher sein Vermögen im Family Office Thiel Capital, führte seine Stiftung namens The Tiel Foundation und schrieb gemeinsam mit Thiel einen Bestseller. Zum anderen macht Masters aber zusätzlich von sich reden – und kandidiert in Arizona für die Republikaner als Senator.

Der Family Officer kann sich dabei auch die Hilfe seines Arbeitgebers verlassen. Peter Thiel unterstützte Masters schon mit einer Parteispende von 10 Millionen Dollar, gleichzeitig beschaffte sich Masters mit einer ungewöhnlichen Aktion weiteres Kapital: Er verkaufte im vergangenen Jahr Non Fungible Tokens, die den Käufern Verbriefungen für erste digitale Cover-Arbeiten von Masters' und Thiels Bestsellers einbrachten – und Masters im Gegenzug rund 575.000 US-Dollar für seinen Wahlkampf. 

Thiel und seine Anlage-Vertrauten drängen in die Politik

Masters präsentiert sich, seine Frau und seine Kinder auf seiner Wahlkampf-Webseite in der Wüste Arizonas und vor der Grenze zu Mexiko, will die Mauer zum Nachbarland fertig bauen, kritisiert Internetunternehmen und China und befürwortet mehr Ausgaben für die US-Streitkräfte. Ähnliche Standpunkte vertritt JD Vance, der sich in Ohio um einen Senatssitz bewirbt – auch er erhielt wohl 10 Millionen Dollar von Peter Thiel und arbeitete für Thiels Venture-Capital-Unternehmen.

Thiel schwingt sich mit der Unterstützung seiner beiden Vertrauten derweil zu einem wichtigen Befürworter der Republikaner auf und setzte sich schon in der Vergangenheit für Ex-Präsident Donald Trump ein. Zuletzt verließ Thiel auch den Aufsichtsrat von Facebook-Mutter Meta, laut US-Medien hängt der Rücktritt auch mit Thiel politischem Engagement zusammen. Denn: Weil Vance und Masters auch die Internetkonzerne als Gefahr für die USA kritisieren, hätte es im Verbund aus Thiel und Meta kriseln können. Dieser Gefahr beugt der Investor nun offensichtlich vor.

Auch bei einem Misserfolg seiner Kampagne als Senator dürfte Thiels Vertrauter Masters aber weiterhin genug Beschäftigung besitzen – denn seine Position als Chef von Thiels Family Office behält er bisher.