Chancen bei Zulieferern E-Mobilität elektrisiert

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Bergbau profitiert

Der stark steigende Absatz von Elektrofahrzeugen dürfte zudem die Nachfrage nach Rohstoffen für die Batterieherstellung, vor allem nach Lithium und Cobalt, deutlich erhöhen. Die Analysten der UBS prognostizieren, dass die weltweite Nachfrage nach Lithium bis 2025 mit 10,6 Milliarden Euro auf das 4,5-Fache des 2016er-Wertes klettern wird. Zu den größten Lithium-Förderern gehören der US-Konzern Albemarle, Sociedad Quimica y Minera de Chile (SQM) und FMC Corp. Die Cobalt-Rangliste führt der Konzern Glencore klar an, vor China Molybdenum und dem brasilianischen Konzern Vale.

Chemiefirmen und Ölmultis unter Druck

Weil BASF langfristig ein wichtiger Teil des Geschäfts mit Katalysatoren für Verbrennungsmotoren wegbrechen dürfte, will der Chemieriese in Europa eine Fabrik für Kathodenmaterialien bauen und dafür bis zu 400 Millionen Euro investieren. Kathoden sind essentieller Bestandteil von Lithium-Ionen-Batterien. Auch der Ölmulti Royal Dutch Shell will einen Fuß auf den E-Auto-Markt bekommen: Dazu hat er die niederländische Firma NewMotion gekauft, die mit 50.000 öffentlichen Ladestationen über das größte Ladenetz in Europa verfügt.

Wie die Beispiele zeigen, steht die E-Mobilität erst am Anfang ihrer Entwicklung. Gute Chancen haben vor allem Unternehmen, die sich jetzt bereits stark positionieren, denn das Umfeld dürfte sich zügig weiter verbessern. Anleger, die von E-Mobilität und ihren unterschiedlichen Investment-Chancen profitieren wollen, können auf Aktienanleihen, Discount-Zertifikate und Capped Bonus-Zertifikate setzen.

Aktienanleihen bieten in bestimmten Marktphasen, etwa in seitwärts tendierenden Märkten, gegenüber dem direkten Kauf der Aktie Vorteile. Es bieten sich Aktienanleihen von Continental, Infineon Technologies und VW an.

Wer einen Risikopuffer bis zum Ende der Laufzeit eines Zertifikats schätzt und eine ansprechende Rendite auch in seitwärts oder leicht abwärts tendierenden Märkten erzielen möchte, kann Discount-Zertifikate auf Daimler, Renault und Tesla erwerben.

Bei leicht fallenden oder seitwärts laufenden Märkten können Anleger auch mit Capped Bonus-Zertifikaten eine ansprechende Rendite erzielen. Hier bieten sich Capped Bonus-Zertifikate auf BASF, Infineon Technologies und VW an.