Büroimmobilien bilden die lukrativste Anlageklasse unter Gewerbeimmobilien – wenn sie sich nicht in Großstädten befinden. Das geht aus einer Studie der Bundesbank hervor, welche die Immobilienmarktforschungsgesellschaft des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken, VDP Research, aufbereitet hat. In Landkreisen außerhalb von Städten befinden sich rund 60 Prozent der Bürogebäude in Deutschland, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln ermittelte.
Die Preise von Büroflächen haben einen Indexwert von 205 und liegen damit 15 Indexpunkte über Mehrfamilienhäusern, die Platz zwei belegen. Darauf folgen Einzelhandelsimmobilien mit einem deutlichen Rückstand von weiteren 90 Indexpunkten. Büro- und auch Einzelhandelsimmobilien sind damit über dem Durchschnittswert von 180.
Büroimmobilien und Mehrfamilienhäuser erreichten 2022 ihren Höchststand – ausgelöst durch den Zinsanstieg. Nach einer darauffolgenden Flaute kletterten die Preise für beide Immobilienarten ab 2024 wieder nach oben. Einzelhandelsimmobilien bildeten eine Ausnahme: Sie sanken ab dem Referenzjahr 2013 sogar im Wert.
Der Index von 100 bezieht sich auf die Preise aus dem Jahr 2013. Die Immobilienpreise wurden vierteljährlich ermittelt. Die Kurve ist logarithmisch approximiert.
Preise von Mehrfamilienhäuser führen in Städten
In den Städten zeigt sich ein deutlich anderes Bild: Hier zahlen Mehrfamilienhäuser die höchsten Gehälter: Ihr Indexwert liegt bei 215. Büroimmobilien in Städten haben unterdurchschnittliche Preise. Der Mittelwert im Index liegt bei 170, Büroimmobilien kommen nur auf 140.
Einzelhandelsimmobilien in Städten schneiden ebenfalls schlecht ab. Seit 2019 fallen ihre Preise: von 128 im Jahr 2019 auf 90 im Jahr 2026. Anders als auf dem Land erholen sich die Preise für Einzelhandelsflächen seit 2024 jedoch wieder leicht – in zwei Jahren um rund acht Prozentpunkte.