Buch mit sieben Siegeln Single Family Offices wollen eine Bruttorendite von 7,2 Prozent

Die jüngste Family-Office-Studie aus dem Hause Fidelity gibt Aufschluss über Renditeerwartung, Vermögensgrößen und Asset Allocation der verschieden Family-Office-Typen

Die jüngste Family-Office-Studie aus dem Hause Fidelity gibt Aufschluss über Renditeerwartung, Vermögensgrößen und Asset Allocation der verschieden Family-Office-Typen

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Single Family Office streben im kommenden Jahr eine Bruttorendite von 7,2 Prozent in der Vermögensverwaltung an. Damit sind sie neben Family Offices mit Vermögen kleiner als 50 Millionen Euro (8,9 Prozent) die ehrgeizigsten Family-Office-Typen.

Das ist eins der vielen Ergebnisse der jüngsten Family-Office-Studie der Investmentgesellschaft Fidelity. Dazu ließ das Unternehmen rund 100 Family Offices, darunter Single Family Offices (SFO), Multi Family Offices (MFO) und solche mit Bankbezug (Bank Family Office, BFO) befragen.

Es zeigen sich bereits bei der Aufstellung des Wertpapiervermögens große Unterschiede zwischen den drei Family-Office-Arten. Im Durchschnitt verwalten die Befragten 224 Millionen Euro. SFOs verwalten im Schnitt rund 70 Millionen Euro Wertpapiervermögen, MFOs fast 470 Millionen und BFOs fast 850 Millionen.

Auch gibt es Unterschiede nach bei den Größenklassen. Bei kleineren Vermögen (bis 50 Millionen Euro) beträgt der Anteil des Wertpapiervermögens 6,7 Millionen Euro. Bei den größten Einheiten jenseits 2,5 Milliarden Euro Vermögen sind durchschnittlich über 780 Millionen Euro in Wertpapieren investiert.

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Die Entscheidung, ob einzelne Dienste selbst erbracht oder zugekauft werden, fällt sehr unterschiedlich aus. Die Befragung zeigt, dass gerade der Wertpapier- und Market-Research-Bereich selbst vorgenommen wird. Man setzt sehr stark auf selbst entwickelte Strategien. Allerdings übernehmen Familienmitglieder immer seltener Verantwortung in diesem Bereich.

Anders sieht es bei der Asset-Liability-Analyse und beim Property Management aus. Immerhin 20 respektive 21 Prozent der Befragten müssen diese Aufgaben nicht zwingend selbst erledigen.

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Unterschiede zwischen den drei Family-Office-Typen gibt es wieder bei der Asset Allocation. SFOs haben eine erheblich höhere Quote an Immobilienanlagen (38 Prozent), mit Fokus auf direkte Investitionen. Im Gegensatz zu MFOs bevorzugen sie einen höheren Aktienanteil im Vergleich zu den Rentenanlagen (18 Prozent und 12 Prozent) und sind auch überdurchschnittlich häufig in Geldmarkt-Produkte investiert.

MFOs haben ein eher aktien- und rentenlastiges Portfolio (24 Prozent und 25 Prozent). Der Immobilienanteil ist mit 18 Prozent eher unterdurchschnittlich, der Private-Equity-Anteil mit 13 Prozent überdurchschnittlich hoch.

Die befragten BFOs berichten mit 37 Prozent über den höchsten Rentenanteil im Portfolio. Aktienanlagen nehmen 26 Prozent und Immobilienanlagen 18 Prozent in Anspruch. Alle weiteren Asset-Klassen sind im Portfolio nachrangig. 

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